Schweiz: Lauterbrunnen für Familien im Sommer

Natur pur für Outdoor-Fans

Das gesamte Lauterbrunnen-Tal und seine Bergwelt drumherum sind ein wahres Eldorado für Outdoor-Liebhaber. Natur pur und es gibt jede Menge Möglichkeiten diese beim Spazieren, Wandern, Mountainbiken, Paragliding, Schwimmen und noch vielem mehr zu erleben.

 

Wir listen Euch unsere Top-Aktivitäten und Highlights für einen Besuch in Lauterbrunnen auf:

Eiger, Mönch, Jungfrau auf dem Wanderweg Richtung Grütschalp.
Was ein Panorama auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau.

Spazieren und Wandern:

In und um Lauterbrunnen gibt es zahlreiche Spazier- und Wanderwege, von denen sich das alpine Trogtal und die beeindruckende Bergwelt drumherum bestaunen lassen. Von kurzen, familienfreundlichen Wegen, über mittelschwere Touren bis hin zu hochalpinen Gebirgswegen und Kletterrouten hat die Region wirklich alles zu bieten. Und eines haben alle Wege gemein: sie bieten atemberaubende Anblicke auf imposante Bergketten, urige Täler und traumhafte Natur. 

 

Wer das Lauterbrunnental in vollen Zügen erleben und genießen will, dem raten wir die Umgebung zu Fuß zu erkunden. 


Der Staubbachfall:

Blick ins Lauterbrunnen-Tal von hinter dem Staubbachfall.

Der bekannteste Wasserfall von Lauterbrunnen ist der Staubbachfall. Er ist mit 297 Metern Höhe der höchste frei fallende Wasserfall – und insgesamt der zweithöchste Wasserfall - der Schweiz und prägt das Bild des Lauterbrunnentals von Weitem. Während der Hochsaison ist er nicht nur von hinten beleuchtet, sondern kann auch von hinten besichtigt werden.

 

Der Weg dorthin ist teils sehr steil, am Ende auch sehr rutschig, da man ja (fast) hinter dem Wasserfall läuft. Dennoch kann der Weg gut mit trittfesten Kindern bewältigt werden. Kleinere Kinder bitte an der Hand führen, wegen der Rutschgefahr.

 

Staubbachfall heißt er, weil je nach Thermik im Tal das Wasser in alle Richtungen verstäubt wird. Übrigens hat sich hier Johann Wolfgang von Goethe inspirieren lassen und verfasste 1779 das Gedicht: „Gesang der Geister über den Wassern.“


Anfahrt: zum Kirchen-Parkplatz. Von dort sind es wenige Meter zu Fuß. Der Wasserfall ist nicht zu übersehen.

Öffnungszeiten: im Sommer (wenn keine Steinschlaggefahr besteht)

Besuchsdauer: ca. 30 Minuten.

Kosten: kostenlos


Die Trümmelbachfälle:

Die Trümmelbachfälle sind ein einmaliges und eindrucksvolles Naturschauspiel im Lauterbrunnental und wohl einmalig in Europa. Der Trümmelbach entwässt ganz allein die riesigen Gletscherwände von Eiger, Mönch und Jungfrau. Zwischen April und Juni können hier somit bis zu 20 000 Liter Wasser pro Sekunde durchrauschen. Daher auch der Name Trümmelbach, denn der kommt von Trommelbach. Laute Trommel - genau diesen akustischen Eindruck hat man, wenn man in der Schlucht steht und die Wassermassen an den Felswänden vorbei rauschen.

Beschreibung der zehn Trümmelbach-Wasserfälle.

Die spektakuläre Schlucht erschließt zehn Fälle. Alle davon können begangen werden. Der Höhenunterschied vom untersten zum obersten Wasserfall beträgt 140 Meter. Daher wurde bereits 1913 ein Tunnel-Lift gebaut mit welchem man 100 Höhenmeter überwinden kann. Wer drin sitzt wird erst einmal staunen.

 

Die Wege führen direkt an den Wasserfällen entlang, an ihnen vorbei oder über sie hinweg. Es geht durch Tunnels hindurch und über Brücken hinweg. An den Galerien spürt man die unglaubliche Kraft des Wassers und das Dröhnen des Wasser lässt einen sein eigenes Wort nicht mehr verstehen. Teilweise beleuchten elektrische Lichtstrahlen die Wassermassen oder Gehflächen.

 

Nicht nur die rutschigen Wege, auch das donnernde Wasser erlauben den Eintritt für Kinder erst ab 4 Jahren. Wir finden mehr als gerechtfertigt und raten erst mit älteren trittsicheren Kindern herzukommen.


Anfahrt: durch Lauterbrunnen hindurch zum kostenlosen Parkplatz der Fälle. Oder mit dem Postbus zur Haltestelle "Trümmelbachfälle".

Öffnungszeiten: je nach Wetterlage von Anfang April bis November. Täglich von 9 bis 17 Uhr, im Juli/August 8:30 bis 18 Uhr.

Besuchsdauer: ca. 60 - 90 Minuten.

Kosten: Erwachsener 11 CHF / Kinder 6-15 Jahre 4 CHF.

Wichtig / zu beachten: in der Schlucht ist es sehr kühl. Jacke, am besten eine Regenjacke, nicht vergessen. Der Eintritt ist erst ab 4 Jahren erlaubt. Wir haben den oberen Teil der Schlucht getrennt voneinander besucht, da es für unseren Sohn zu beängstigend war. Zudem war auch uns viel wohler dabei ihn nicht entlang dieser reisenden Wassermassen laufen zu lassen. Die Bilder hier können die Kraft des Wassers dort in keinster Weise wiedergeben.


Von Lauterbrunnen nach Mürren - die Panoramastrecke:

Ausblick während der Bahnfahrt nach Mürren auf Eiger, Mönch und Jungfrau.

Oberhalb von Lauterbrunnen liegt das Bergdorf Mürren auf 1650 Metern. Der Ort ist autofrei und bietet ein unglaubliches Bergpanorama auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Aber nicht nur von Mürren aus bietet sich dieser atemberaubende Anblick - auch schon auf dem Weg dorthin kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

 

Von Lauterbrunnen aus geht es mit der Grütschalp-Gondel hinauf zur gleichnamigen Alp. Ab hier kann man mit der Bahn über Winteregg nach Mürren (ca. 15-minütige Fahrt) gelangen und die traumhafte Aussicht genießen. Eine Alternative ist es natürlich zu laufen. Mit Kindern schlagen wir vor, dies auf dem Rückweg zu tun. Gerade der Weg Winteregg-Grütschalp ist wunderschön zu wandern und es geht auch stetig leicht bergab.


Anfahrt: direkt an der Ortseinfahrt Lauterbrunnen im Parkhaus parken. Von hier startet die Gondel.

Öffnungszeiten: ganzjährig.

Besuchsdauer: mindestens 2 Stunden mit Ortsbesuch von Mürren.

Kosten: Erwachsene 22,40 CHF (retour) / Kinder 6 - 15 Jahre 11,20 CHF (retour)


Top of Europe - das Jungfraujoch:

Das Jungfraujoch ist mit 3454 Meter über dem Meer der tiefste Verbindungsgrat zwischen dem Mönch und der Jungfrau in den Berner Alpen. Hier ist man wirklich on Top of Europe, denn auf dem Jungfraujoch befindet sich das höchstgelegene Postbüro und die höchste Bahnstation in Europa.

Gipfel des Jungfrau-Gletschers.

Unbestritten ist alleine die Anfahrt mit der Bahn zum Jungfraujoch ein wahres Highlight. Je nachdem wo man die Reise startet fährt man länger oder kürzer durch eine atemberaubende Landschaft mit unbeschreiblichen Panorama-Blicken auf das stattliche Trio Eiger, Mönch und Jungfrau. Hier gilt: der Weg ist das Ziel. Sitzen, Staunen, Schwärmen.

 

Die Jungfraubahn selbst fährt ab dem Bahnhof "Kleine Scheidegg". Es geht auf die Eigerwand zu und dann durch diese hindurch zur Endstation "Top of Europe". Hier angekommen bietet sich einem eine schier unglaubliche Vielzahl an Möglichkeiten. Verschiedene Erlebniswelten und Aktivitäten machen dies möglich, so beispielsweise der faszinierende Eispalast mit seinen Eisskulpturen oder die Alpine Sensation. Grandiose Ausblicke hat man von der Sphinx-Aussichtsterrasse auf 3571 Metern. Hier liegt einem der Aletschgletscher, der größte Gletscher der Alpen, zu Füßen.  


Auch eine Wanderung ab der Bergstation ist möglich. Über Schnee geht es durch die alpine Gletscherwelt zur Mönchsjochhütte auf 3650 Metern. Der Fußweg dorthin dauert etwa 45 Minuten. Er ist zwar einfach, sollte aber aufgrund der Höhenlage, der Beschaffenheit und dem steten bergauf nicht unterschätzt werden. Mit Kleinkindern ist es nicht ratsam diesen zu begehen.

Anfahrt: ab Lauterbrunnen mit der Bahn zur "Kleine Scheidegg". Von hier mit der Jungfraubahn weiter.

Öffnungszeiten: ganzjährig.

Besuchsdauer: ca. 2 Stunden vor Ort auf dem Jungfraujoch. Die Anreise ab Lauterbrunnen dauert rund 1,5 Stunden. Das Jungfraujoch ist daher definitiv ein Ganztagesausflug für die Familie. 

Kosten: je nach Startort. Ab Lauterbrunnen ab ca. 165,- CHF (retour) und ja nach Saison ohne Vergünstigung. 

Wichtig / Zu beachten: das Jungfraujoch liegt auf 3454 Meter, daher ist die Höhenlage nicht zu unterschätzen. Vor allem mit Kindern. Die Anreise erfolgt bei den meisten Touristen von weniger als 900 Metern. Es werden also über 2500 Höhenmeter bewältigt, wenn auch sehr langsam. Dennoch kann sich das auf den Körper auswirken und durch Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit bemerkbar machen. Bitte achtet auf das Wohl Eurer Kinder und bedenkt dies vor der Anreise zum Jungfraujoch. 



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Kommentare: 5
  • #1

    Lars Hauck (Dienstag, 01 Oktober 2019 21:22)

    Wollte eigentlich nur kurz herein schauen und bin dann doch länger hängen geblieben.
    Schöne Fotos ich habe immer wieder die tosenden Wassermassen in mir drinnen gehört.

  • #2

    Kind im Gepäck (Mittwoch, 02 Oktober 2019 10:06)

    Hallo Lars,

    das freut uns sehr, dass du hängen geblieben bist. Es ist einfach wunderbar hier und bietet wirklich unzählige tolle Fotomotive! Man kommt aus dem Staunen kaum heraus.

    Viele Grüße

  • #3

    Victoria (Mittwoch, 02 Oktober 2019 11:44)

    Ich krieg gleich Lust, loszuwandern :-) Das sieht ja sehr idyllisch aus dort, toll!

  • #4

    Daniel&Dokmai (Sonntag, 06 Oktober 2019 16:48)

    Hallo Mel & Rolf
    Die Wanderung nach Mürren haben wir im Sommer noch nie gemacht, sondern nur im Winter aber nach euren Bildern zu urteilen werden wir das nächstes Jahr nachholen. Auf dem Jungfraujoch waren wir noch nie, aber ob ihr es glaubt, oder nicht kaum ein Schweizer geht dort hoch. Wenn wir Freunde und Kollegen fragen sagen alle stets ist viel zu teuer. Als Alternative dazu geht man z.b. ins Wallis in die Region Fiescheralp & Bettmeralp.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Daniel&Dokmai

  • #5

    Kind im Gepäck (Montag, 07 Oktober 2019 20:23)

    Hallo ihr Zwei!
    Also das mit dem Jungfraujoch glaube ich sofort. Gefühlt ist man auch in Asien da oben. Der Reiz für einen Schweizer ist sicherlich sehr gering. Solch eine Bergwelt ist ja nichts ungewohntest, außergewöhnliches für euch.
    Ich wollte es unbedingt wegen dem Aletschgletscher. Den wollte ich von da mal sehen!
    Herzliche Grüße in die Schweiz von uns

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