Las Vegas: Was tun mit Kleinkind?

Las Vegas, Baby!

Teil 2 unserer dreiteiligen "Las Vegas mit Kleinkind"-Reihe


Las Vegas mit Baby oder Kleinkind geht nicht! Warum nicht?! Nur weil die Sin City noch blinkender, verruchter und abgefahrener ist als jede andere US-amerikanische Großstadt? Das ist doch Quatsch! Eine Reise in die Großstadt inmitten der Wüste Nevadas ist definitiv auch mit kleinem Kind machbar.

 

Aber was macht man mit Kleinkind in der Spielerstadt? Darf ich ein Casino mit Kleinkind überhaupt betreten? Kann ich am Abend auf den Strip? Und wo kann ich shoppen gehen?

 

Um Euch noch mehr geballte Infos und Erfahrungen zu geben, wirkt an dieser Serie auch Katharina von "Kleine Jungs, große Welt" mit. Sie wird ebenfalls von ihren Aufenthalten in und um Las Vegas berichten. Die Familie von Katharina ist seit 2017 in Goodyear/Arizona und bleibt voraussichtlich bis September 2020. Die drei Jungs von Katharina sind 2, 4,5 und 6 Jahre.

Unsere 4 Tipps für einem Besuch mit Kleinkind in der Sin City

1. Hotels schauen

Hotels gibt es am Las Vegas - Strip bekanntlich wie Sand am Meer. Kein Hotel zu betreten ist fast schon schwer. Alle Hotels haben ihren eigenen Charme und in einigen Hotels kann man sich wirklich stundenlang aufhalten. Es gibt beispielsweise das „Circus Circus“ mit Clowns, Artisten und dem riesigen Adventure-Dome. Letzterer ist allerdings schon eher etwas für die größeren Kids. Das „New York New York“ bei dem man durch die Straßen der Welt-Metropole schlendern kann. Das „Venetian“ mit den Kanälen Venedigs im Kleinformat. Sogar mit Gondeln kann man hier schippern. Vor dem „Bellagio“ können die Wasserspiele bestaunt werden und am „Mirage“ wiederum eine grandiose Feuershow. Die Liste ist lang und wir empfehlen einfach durch die Hotels zu schlendern und Spaß zu haben.

 

Unsere Erfahrung: Wenn Ihr gelesen oder gehört habt, dass Kleinkinder keine Casino betreten dürfen, sagt diesem Mythos ade! Dass Eltern mit Baby oder Kleinkindern Hotels mit Casino nicht betreten dürfen stimmt nicht. Natürlich dürfen sich Eltern nicht mit Kindern an Tische oder Spielautomaten zum Glücksspiel setzen, aber der Mythos dass Kleinkinder ungern gesehene Gäste sind stimmt nicht. 

Please, don´t do!

Einige Hotels locken mit großen Aquarien oder Zoos. Für Familien sind dies natürlich verlockende Attraktionen. Wir können jedoch nur davon abraten. Die Haltungen sind definitiv nicht artgerecht und Babys können mit eingesperrten Tieren hinter Glas meist sowieso wenig anfangen. Stattet den Zoos bitte keinen Besuch ab. Dafür müsst Ihr auch nicht nach Las Vegas reisen!

 

2. Strip(pen), Baby!

Ein Las Vegas-Besuch ohne Strip ist wie San Francisco ohne die Golden Gate-Bridge. Der Strip muss auch mit kleinen Kindern sein. Die unzähligen bunten, blinkenden Lichter machen den Kleinen meist nichts aus. Nur keine Angst vor Reizüberflutung – viele Kleinkinder schlafen trotz Trubel und Lichtern. Die etwas größeren Kleinkinder sind hingegen begeistert von der aufregenden Atmosphäre. 

Unsere Erfahrung & Tipps: Die Wege am Strip werden mit Kinderwagen deutlich länger als sie sowieso sind. An einigen Übergängen kann die Straße nicht direkt überquert, sondern muss auf einem Übergang passiert werden. Selten ist der Aufzug neben dem Fußweg. Manchmal muss man mit Kinderwagen erst in ein Hotelgebäude um von dort mit dem Aufzug zum Übergang zu gelangen. Hört sich stressig an, ist es aber (sofern man dies weiß!) nicht. Am Vormittag oder frühen Abend ist nicht so viel los am Strip, was es mit Kinderwagen entspannter macht!

Mit Kind die Feuershow des Mirage am Las Vegas Strip besuchen.

Tipp von Katharina: Ein Spaziergang am Strip ist für die Kinder sehr beeindruckend und abwechslungsreich, so dass sie auch gerne vergessen, dass sie gerade einen Kilometer nach dem nächsten Laufen. Daher empfiehlt sich auch für größere Kinder einen Kinderwagen dabei zu haben, oder starke Schultern. Je nach Alter des Kindes bietet es sich auch an statt Kinderwagen eine Babytrage zu nutzen. Zum einen ist man(n) bzw. Mama dadurch wendiger und zum anderen kann sich das (Klein-)Kind ankuscheln und zurückziehen, wenn die Eindrücke vom Strip zuviel werden.

 

3. Chillen am Pool

Eigentlich alle Hotels in Las Vages haben zumindest einen (kleinen) Pool. Einige haben gar riesige Poollandschaften mit den unterschiedlichsten Poolbereichen. Das Mandalay Bay hat beispielsweise einen Poolbereich mit Sandstrand und Wellenbecken oder das MGM einen riesigen Pool-Komplex mit Wasserfall und einem Fluss. Egal in welchem Hotel, an allen Pools lässt es sich zwei, drei Tage ganz entspannt mit den Kleinen aushalten.

Unsere Erfahrung: Bei den drei Signature Türmen des MGM gibt es zwar keinen speziellen Kinderpool, allerdings hat hier jeder Turm einen Pool. Meist sind die Pools also wenig besucht. Zutritt hat man als Hotelgast zu allen Pools. Wenn das Kind noch sehr klein ist reichen die Pools völlig aus. Alle haben am Einstieg auch eine Fläche bei dem das Baby im Wasser sitzen und spielen kann.

 

Erfahrung von Katharina: Wir haben wegen des Pools das Hotel „Circus, Circus“ gebucht und waren sehr enttäuscht! Zwei Pool-Becken waren so dreckig, dass wir uns da überhaupt nicht reingetraut haben. Am Splash-Pad gab es keinerlei Schatten und nur für die Rutsche hat sich der Besuch das Wasserparks nicht gelohnt. 

 

Kind im Pool des Signature Towers beim MGM Grand in Las Vegas.

4. Shopping bei Carter´s und Co.

Zwei große Outlets umzingeln den Las Vegas Boulevard. Das Las Vegas Premium Outlet North ist einen Stück weiter vom Zentrum des Strips entfernt als das Outlet South. Für das Baby / Kleinkind sind alle namhaften US-Stores wie Carter´s, Oshkosh, Gymboree usw. vertreten. Welches am Ende zusagt ist Geschmackssache und auch ein wenig wetterabhängig. 

Unsere Beurteilung: Das Outlet im Norden, nahe des alten Las Vegas, ist eine offene Mall. Man bewegt sich also im Freien und kommt nur, wenn man in ein Geschäft hineingeht in einen klimatisierten Bereich. Bei angenehmen Temperaturen ist es definitiv die schönere Variante als im Süden. Hier ist die komplette Mall klimatisiert – ein großes Gebäude mit unzähligen Geschäften.

Parkplätze gibt es bei beiden Malls ausreichend. Die Anfahrt im Norden erscheint uns ein klein wenig komplizierten. Wer hier außerdem zur Haupt-Shopping-Zeit kommt, muss mit Wartezeiten vor dem Parken im Parkhaus rechnen. Im Süden gibt es zahlreiche Zufahrten zu den großen Parkflächen am Mall-Gebäude – allerdings keine Parkhäuser. An- und Abfahrt sind - auch deshalb - einfacher.

Insgesamt haben beide Malls nahezu die gleichen Marken-Geschäfte. Die Shopflächen im Süden sind meist jedoch größer und somit ist die Auswahl, auch in den Shops für die Kinder, im Süden größer. Oft lassen sich hier Angebote und Artikel finden welche im Norden leider nicht vorhanden sind.

 

Empfehlung von Katharina: Auf keinen Fall die Disney-Stores verpassen! Diese gibt es in beiden Outlets. Sehr schade ist es, dass es in beiden Outlets keinen Spielbereich für Kinder gibt, damit diese Zwischendurch (oder während die Eltern sich abwechseln) etwas toben können. 



Weitere Infos zu den USA:


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