Mit Wohnmobil durch die USA

UNser Wohnmobil 1x1

 

Durch die endlosen Weiten der USA cruisen, anhalten und übernachten wo es einem gefällt, eine Kochmöglichkeit und kühle Getränke immer dabei - 

ein Wohnmobil macht´s möglich.  Eine Rundreise mit einem Camper durch Amerika ist natürlich nur eine Möglichkeit das Land und seine Nationalparks kennen zu lernen, aber definitiv eine sehr beliebte. Vor der allerersten Anmietung stellen sich absolute Wohnmobil-Neulinge, wie wir es damals auch waren, generell einige Fragen. Aus diesem Grund haben wir ein kleines Wohnmobil 1x1 erstellt bei dem wir die häufigsten Fragen beantworten wollen

 

De Motte: Campingplatz vor den Toren des Grand Canyon North Rim Nationalparks
De Motte: Campingplatz vor den Toren des Grand Canyon North Rim Nationalparks

1. Auswahl und Anmietung:

Wo sollte das Wohnmobil reserviert werden?

Das Wohnmobil sollte  in Deutschland und nicht vor Ort gebucht werden. Denn die Reservierung von Deutschland aus beinhalten den nötigen Versicherungsschutz. Zudem ist es kostengünstiger.

Unser Tipp: Preise vergleichen. Buchungsportal, Reisebüro - überall gibt es immer wieder tolle Angebote.

Welche Wohnmobilanbieter gibt es?

Folgende große, bekannte Anbieter gib es in den USA: Cruise America, Apollo, EL Monte, Road Bear, Star RV.

Neu: Britz, Best Time (nur Las Vegas, Los Angeles und San Francisco).

Welche Wohnmobilgrößen gibt es?

Die kleinsten Wohnmobile, nach den Truck Campern oder Vans, sind meist die Motorhomes der C-Class mit einer Länge von ca. 6 Metern (19ft). Die Größten haben meist knapp über 9 Meter (30ft). Dazwischen gibt es natürlich noch weitere Wohnmobil-Größen für drei bis sieben Personen.

Apollo, El Monte und Road Bear haben auch A-Class Wohnmobile. Diese Motorhomes sehen aus wie ein Bus und haben meist eine Größe von um die 9 bis etwa 10 Metern.

Wie alt sind die Wohnmobile?

Die Wohnmobilflotten der großen Vermieter haben in der Regel ein maximales Alter von rund 2 Jahren, zumeist eher weniger.

Info: Gegen einen Aufpreis lassen sich die neusten Modelle buchen.

Darf ich jedes Wohnmobil mit meinem Führerschein fahren?

Bisher galt, dass alle Fahrzeuge mit einem gültigen EU-Führerschein der Klasse B (früher Klasse 3) gefahren werden dürfen. Das Mindestalter des Fahrers beträgt je nach Vermieter zwischen 21 und 25 Jahren.

Im vergangenen Jahr wurden jedoch Änderungen angekündigt und teils auch umgesetzt. So ist es beim Besitz der alten Klasse 3 weiterhin kein Problem ein großes Wohnmobil zu lenken. Führerschein-"Neulinge" wurden jedoch eingeschränkt nur noch Camper bis 3,5 Tonnen fahren zu dürfen. 

Um den aktuellen Stand zu erfahren, am besten beim Vermieter informieren. 

2. Fahrzeugausstattung & Extras:

Ist das Wohnmobil komplett mit Töpfen , Geschirr usw. ausgestattet?

Nein. Es muss zusätzlich ein "Convenience Kit" bzw. "Kitchen Kit" gebucht werden. Dieses enthält Teller, Gläser, Besteck, Töpfe, Pfannen usw.

Die Preise hierfür sind je nach Anbieter unterschiedlich. Manchmal gibt es auch Specials bei denen das "Kit" schon inbegriffen ist.

Muss ich Bettwäsche, Handtücher usw. selbst mitbringen?

Jein. Bettwäsche, Kissen, Handtücher usw. können wiederum gemietet werden. Dieses "Personal Kit" kostet je nach Anbieter wieder einige Dollar.

Unser Tipp: Wir nehmen immer Schlafsäcke mit und kaufen vor Ort - bei Target oder Walmart - noch einen Bettüberzug. Bei kühlen Temperaturen auch noch eine Decke oder ggf. noch ein Kopfkissen. Das ist günstiger als pro Person ein "Kit" zu mieten.

Sind Campingstühle im Mietpreis inkludiert?

Nein. Campingstühle müssen separat gemietet werden.

Info: Die Campingplätze in den USA haben alle generell eine Sitzgelegenheit mit Tisch. Separate Stühle sind nicht zwingend erforderlich. 

Wie viele Meilen kann ich fahren?

Meilen müssen in Paketen gekauft werden. Es gibt 500, 1000, 1500,... Meilen oder ein unbegrenztes Meilenpaket. Wer ein 1000 Meilen Paket bucht und nur 700 fährt hat Pech. Es gibt keine Rückerstattung. Wer allerdings nur 500 bucht und 700 fährt muss die 200 nachzahlen. Der Preis pro Zusatzmeile ist vom Vermieter vorgegeben. Also am besten vorab ausrechnen und vergleichen welches Paket am günstigsten ist.  

Info: Es werden schnell mal ein paar Meilen mehr als gedacht. Kalkuliert lieber ein paar Meilen mehr ein, als Ihr in der Routenplanung stehen habt.

Tipp: Bei langen Roadtrips ist das unbegrenzte Meilenpaket meist das günstigste. Es gibt auch immer wieder Angebote die das unbegrenzte Meilenpaket beinhalten.

Kann der Wohnwagen an einer anderen Station als der Anmietstation zurückgegeben werden?

Ja, allerdings ist dies wie beim Mietwagen mit One-Way-Gebühren verbunden. Diese liegen meist bei um die 500,- US$. Allerdings gibt es auch hier immer wieder Specials oder Angebote bei denen die Rückgabe an einer anderen Station nicht extra kostet.

Info: Für das Frühjahr werden immer günstige Überführungsfahrten von A nach B der neusten Modelle angeboten. Im Herbst dann Rückführungsfahrten.

3. Campingplatzwahl:

Was gibt es für Campingplätze in den USA?

In den USA unterscheidet man zwischen den staatlichen und den privaten Campingplätzen. Die Privaten sind größtenteils besser ausgestattet und teurer als die Staatlichen. Letztere sind dafür naturverbundener und man hat häufig ein großes idyllisches Areal ganz für sich alleine. 

Wie kann ich einen Campingplatz reservieren?

Viele Campingplätze können online gebucht werden.

Campingplätze in den Nationalparks: Diese können entweder direkt über die Seite des National Park Service "nps.gov" oder einer dort angegebenen Seite gebucht werden. Einige sind aber generell "first come/first serve", sprich "wer zuerst kommt, hat den Platz."

Campingplätze der State Parks und US Forests: Diese können meist über "reserveamerica"  gebucht werden.

Private Campingplätze: Diese können meist online gebucht werden. Ein paar allerdings auch nur telefonisch.

Info: Campingplätze in den Nationalparks sind sehr begehrt und in den Hauptmonaten oftmals sehr schnell ausgebucht.

Wie teuer sind Campingplätze?

Je nach Art, Ort und Ausstattung des Campingplatzes sind diese bereits ab 5 Dollar die Nacht zu bekommen. Allerdings können Stellplätze, vor allem private Plätze an der Ostküste,  auch bis zu 60 Dollar oder mehr die Nacht kosten. Gerade an Weihnachten / Neujahr explodieren beispielsweise die Campingplatz-Preise in Florida.

4. Übernahme des Wohnmobils:

Wie gelange ich zur Vermietstation?

Wenn kein Paket mit Transport/Abholung zur Mietstation gebucht wurde, dann müsst Ihr Euch um die Anreise selbst kümmern. Entweder mit Mietwagen oder einem Taxi. Da die Stationen immer außerhalb des Ortskerns liegen ist eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittel so gut wie nie möglich.

Wann kann ich ein Wohnmobil übernehmen?

Im Normalfall erst am Mittag / Nachmittag. Wohnmobile werden nicht wie Mietwagen von bspw. 9 bis 9 Uhr in zwei Wochen gebucht, sondern können ab mittags 13 Uhr bis nachmittags 16 Uhr abgeholt werden und dann am Abgabetag vormittags zu einer bestimmten Uhrzeit zurückgegeben werden.

Das Wohnmobil darf nicht direkt am Tag der Ankunft, nach einem Transatlantikflug, übernommen werden.

Info: Auch hier gib es Pakete die eine Abholung am Vormittag oder Rückgabe am Mittag möglich machen. Die Preise sind es allerdings oftmals nicht wert.

Bekomme ich das Wohnmobil erklärt?

Natürlich! Das Wohnmobil wird bei jeder Anmietung erklärt. Bei manchen Vermietern gibt es sogar bei der Erstanmietung einen Einführungsfilm der angeschaut werden muss. Danach wird um und durch das Wohnmobil gegangen und alles erklärt. Bei Unklarheiten einfach Nachhaken.

Muss ich etwas bei der Übernahme beachten?

Nachdem das Wohnmobil erklärt wurde hat man Zeit das Wohnmobil noch einmal genauestens unter die Lupe zu nehmen. Wie bei der MIetwagenübernahme müssen nun Beulen, Schrammen, Kratzer, evtl. Steinschlag an der Frontscheibe oder jegliche weitere Mängel festgehalten werden.

Unser Tipp: Achtet darauf, dass Ihr auch oben an den Ecken schaut. Man tendiert dazu nur auf Augenhöhe und an den Stoßstangen zu schauen. Bei einem Wohnmobil hat allerdings sehr gerne das Dach mal eine Schramme.

5. Unterwegs mit dem Camper:

Ist es schwer ein großes Wohnmobil zu lenken?

Nein. Nach kurzer Eingewöhnung sollte das Fahren - auch eines großen - Wohnmobils für jeden PKW-Fahrer problemlos sein.

Info: Das Lenken des Wohnmobils ist zwar nicht schwer, allerdings sollte bedacht werden, dass ein großes Wohnmobil teils weit über 5 Tonnen wiegt. Demnach sollte für eine Fahrt mit Wohnmobil generell mehr Zeit eingeplant werden als mit dem Mietwagen, vor  allem in bergigen Regionen.

Tipp: Beim Fahren im Kreisverkehr oder bei engen Kurven daran denken, dass der Camper rund 9 Meter lang sein kann.

Kann ich überall mit dem Wohnmobil fahren?

Prinzipiell natürlich auf allen öffentlichen Straßen, die die Abmessungen und das Gewicht des Wohnmobils erlauben. Hier kann es bei großen Wohnmobilen aufgrund der Höhe oder Breite in Nationalparks zu Einschränkungen kommen.

Fahrverbote gibt es allerdings beispielsweise für die Befahrung des Death Valley Nationalparks. In den Sommermonaten - das genaue Datum ist je nach Anbieter unterschiedlich - ist das Durchfahren vom Vermieter aus nicht erlaubt bzw. nicht versichert. Wer dennoch fährt, fährt ohne Versicherungsschutz.  Weitere Einschränkungen / Regelungen sind beim Vermieter zu erfragen.


Atlatl Rock: Full Hook Up im Valley of Fire (Nevada)
Atlatl Rock: Full Hook Up im Valley of Fire (Nevada)

 

Unser Wohnmobil 1x1 beruht auf unseren Erfahrungen und Wissen. Sicherlich ist die Liste nicht komplett vollständig und kann gerne erweitert werden. Solltet Ihr Fragen haben, so hakt gerne bei uns nach. Wir selbst haben bisher immer nur bei Cruise America angemietet uns aber über alle Anbieter informiert. 

 

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Kommentare: 8
  • #1

    Denise (Montag, 27 Februar 2017 20:49)

    Ein sehr informativer und hilfreicher Post! Ich habe mich immer schon einmal gefragt wie das alles überhaupt funktioniert, da ich gerne einmal
    mit meiner Familie so eine Campingtour machen möchte! Du hast mir da gerade einiges an Zeitaufwand erspart-danke :D

    Viele Grüße
    Denise von
    https://lovelifebloggerlife.blogspot.co.at/

  • #2

    Sabina (Montag, 27 Februar 2017 20:54)

    Also dieser Beitrag regt echt Sehnsucht nach Urlaub bei mir an. Finde den Aufbau dieses Postings echt super! Mach weiter so!

  • #3

    Sandra (Montag, 27 Februar 2017 21:15)

    Hallo

    Ein sehr toller und informativer Bericht. Ich würde gern mal campen fahren, aber meinen Freund ist das alles zu teuer - jetzt kann ich ihn auch verstehen warum - ich hab gar nicht gewußt das man soviele Sachen extra dazubuchen muß.


    Grüße Sandra

  • #4

    Kind im Gepäck (Montag, 27 Februar 2017 21:48)

    Hallo Denise,
    wenn es sich noch um ein Kleinkind handeln sollte, dann am besten noch auf unserem Wohnmobil 1x1 mit Kleinkindern vorbeischauen ;-) Da steht auch noch ne Menge interessantes drin.
    Viele Grüße nach Österreich von Kind im Gepäck!

  • #5

    Katrin (Montag, 27 Februar 2017 22:45)

    Hallo liebe Mel,
    ein wirklich toller Beitrag und vor allem sehr informativ. Wenn ich irgendwann einmal einen solchen Urlaub planen sollte, komme ich gerne auf deinen Beitrag zurück.
    Sehr hübscher Blog :-)

    liebe Grüße Katrin von Maxiprimus

  • #6

    Kind im Gepäck (Montag, 27 Februar 2017 23:10)

    Liebe Katrin,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Egal welcher Urlaub als nächstes kommt - wir wünschen auf alle Fälle ganz viel Spaß und Freude dabei!
    Besten Dank und liebe Grüße,
    Mel, Samu&Rolf

  • #7

    Kind im Gepäck (Montag, 27 Februar 2017 23:12)

    Hallo Sabina,
    das freut uns! Vielen Dank für Deine Meinung und sehr gerne machen wir so weiter ;-)
    Viele Grüße,
    Kind im Gepäck

  • #8

    Kind im Gepäck (Montag, 27 Februar 2017 23:15)

    Liebe Sandra,
    es gibt wie gesagt immer für alles Angebote, also keine Angst, das Wohnmobil muss nicht enorm teuer werden. Und da die Benzinpreise in den USA ja günstiger sind geht das schon. Traut Euch ruhig, bzw. informiert Euch mal - es macht definitiv Spaß!
    Alles Gute
    Mel, Samu & Rolf

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