Housesitting - was ist das?

Vor- und Nachteile

Einfach nur auf ein Haus, Hund, Katze oder ein paar Hühner aufpassen und dafür "kostenlos" übernachten? Easy und cool - sagen die einen. Verrückt! Finden die anderen. Denn wer auf Reisen oder in seinem Jahresurlaub sich freiwillig in fremden vier Wänden um Tiere anderer kümmert, der kann doch nicht ganz normal sein, oder? Also der Reihe nach...

 

Was ist Housesitting?

Nicht jeder Haustierbesitzer ist in der glücklichen Lage Freunde, Nachbarn oder Bekannte zu haben, welche die Haustiere während des Urlaubs betreuen können. Und Haustiere in eine professionelle Urlaubsbetreuung zu geben kann schon bei wenigen Tagen ziemlich teuer werden. Wieso also nicht jemanden ins Haus holen der selbst Tiere hat oder hatte und aktuell ebenfalls unterwegs ist? So sind die Tiere versorgt und die Wohnung oder das Haus auch gleich bewohnt.

 

Ja, richtig, das Prinzip auf dem das Housesitting beruht ist nicht neu. Und genau genommen müsste es auch Pet Sitting heißen, aber ursprünglich wurde das Housesitting eben auch ohne Tiere angeboten. Es ging beispielsweise darum Häuser zu bewohnen um die Einbruchsgefahr zu mindern oder längere Zeit unbewohnte Häuser in Stand zu halten.

Für wen ist Housesitting geeignet?

Prinzipiell ist Housesitting für jeden geeignet der Lust hat sich darauf einzulassen. Egal ob Single, als Paar oder als Familie, für jeden lassen sich passende Sits finden. Wichtig dabei ist eigentlich nur, dass man genau weiß auf was man sich einlässt. Denn wie eingangs erwähnt geht es eben nicht nur um´  s Haus hüten, sondern gerade darum sich auch um Tiere zu kümmern und auch Zeit in diese zu investieren.

 

Definitiv ist ein Housesit für niemand geeignet, der sich ungern mit fremden Tieren abgibt oder keine Ahnung von der zu pflegenden Tierart hat. Denn beim Housesitting gilt sich auch an die Lebensweisen der zu pflegenden Tiere anzupassen. Muss ein Hund spätestens um 7 Uhr morgens raus, dann wird sich dieser deutlich bemerkbar machen. Für Langschläfer also eine denkbar schlechte Wahl. 

 

Auch muss man mit einer eventuellen Ungewissheit bis zum und beim Sit leben. Ein Sit könnte jederzeit abgesagt werden oder das Haus oder die Wohnung entspricht so gar nicht den eigenen Vorstellungen. Dann muss man damit ebenfalls klar kommen.

 

Vorteile des Sitten:

  • weltweit kostenlos übernachten
  • living like a local - mitten unter Einheimischen leben (besonders interessant bei untypischen Touristenorten)
  • tolle, einmalige Locations sind möglich 
  • hohe Wohnqualität - alles ist vorhanden 
  • Langzeitaufenthalte möglich

Potentielle Nachteile eines Sits:

  • Fehlende Flexibilität (fixe Daten sind vom Besitzer vorgegeben)
  • Verpflichtungen - kein entspannter Urlaub
  • Gewohnheiten der Tiere
  • Konkurrenz evtl. zahlreicher Mitbewerber
  • Ungewissheit

Fazit - Housesitting:

Heutzutage ist Housesitting eine gute Möglichkeit auf Reisen bequem, kostengünstig und wie die Einheimischen zu übernachten. Es gibt wirklich tolle Unterkünfte und spannende Orte zu entdecken. Gerade auch für Leute die länger an einem Ort bleiben möchten, kann dies sehr interessant sein. Oftmals werden nämlich Sitter für viele Wochen oder gar Monate gesucht.

 

Allerdings muss man sich eben den Verpflichtungen bewusst sein und vorab die Anzeige zum Sit ganz genau durchlesen. Achtet auf die beschriebenen Eigenschaften der Tiere und gewünschten Tätigkeiten von Euch. Stellt Euch dann die Frage: "Möchte ich das was gefordert wird alles in meiner eigentlich freien Zeit tun?" Wenn ja, dann bewerbt Euch und hofft, dass es was wird! Wenn nein, dann lieber lassen, denn letztendlich bringt es beiden Seiten nichts, wenn man keinen Spaß bei der Sache hat.



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Kommentare: 2
  • #1

    Jenny (Montag, 27 Mai 2019 12:20)

    Auf jeden Fall sieht so ein Housesitting-Urlaub nicht nach dem klassischen Urlaub aus ;-) Für uns wäre das bestimmt mal spannend, so ein "Abenteuer" zu erleben, zumal ja viele Kinder heutzutage in der Stadt ohne Haustiere leben (müssen) und auf diese Weise mal ausprobieren können, wie das ist, für Tiere zu sorgen.
    Wenn wir unser Haus über Airbnb anbieten, "verkaufen" wir das immer im Paket mit unserer Katze, die von den Gästen versorgt werden muss. Das finden alle richtig toll und fühlen sich dann erst recht zu Hause bei uns, vor allem die Familien mit kleinen Kindern.
    Deine stetigen Housesitting-Berichte sind für mich auf jeden Fall immer wieder Anregung, das Thema in unsere Urlaubsplanung aufzunehmen - wobei die fehlende Planungssicherheit das hauptsächliche Hindernis für uns ist. Wie lange im Voraus stehen denn eure Housesitter-Termine fest? Zug- und Flugtickets müssen ja mit recht viel Vorlauf gebucht werden, vor allem in den Ferien...

    LG
    Jenny

  • #2

    Kind im Gepäck (Montag, 27 Mai 2019 21:10)

    Wow, echt jetzt? Bei AirBnB kannst du auch die Katzen mit dabei lassen? Das habe ich ja noch nie gehört. Das ist auch sehr spannend!
    Was die Housesitting-Termine angeht, das ist unterschiedlich. Manchmal machen wir das "spontan", manchmal schon Monate im Voraus. Ganz wie unsere Pläne sind. Viele Termine werden ja auch Monate im voraus vergeben, da die Leute/Familien ebenfalls ihren Urlaub planen. Es geht also schon zeitig zu planen.
    Ich würde einen Urlaub selbst nie komplett mit Housesitting füllen. Somit wären bspw. auch die Zug- oder Flugtickets kaputt, falls der Sit kurzfristig abgesagt werden sollte. Das passiert aber glaube ich wirklich auch nur sehr sehr selten.

    LGs

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