Anreise in die USA - Flug nach Houston

Babys erster Flug in die USA

Hektik - Teil 1

Es ist kurz nach 6 Uhr: der Kleine schläft. Wir richten uns: der Kleine schläft. Wir packen das Gepäck ins Auto: der Kleine schläft. Normalerweise wäre er schon aufgewacht, heute natürlich nicht. Wir müssen ihn wecken, denn wir müssen bald los und Flieger warten bekanntlich nicht. Das gefällt ihm jedoch wenig und verweigert daher auch glatt das Frühstück (Stillen). Also lassen wir´s - wir müssen eh dringend! 

 

Weit kommen wir allerdings nicht. Stau. Es geht nur Zentimeter voran. Die Uhr hingegen hat einen Zahn zugelegt. So wird das nichts. Wir planen um. Wir fahren einfach mit der S-Bahn zum Zug und dann zum Flughafen. Doch so einfach ist das nicht. 

 

Zeitgleich mit der S-Bahn fahren wir am Bahnsteig vor. Rucksack auf den Rücken, rechts Handtasche, Fotoapparat und Bauchtrage in der Hand, links das Baby unterm Arm - so stürme ich in die Bahn. Mein Mann schmeißt - und das meine ich wörtlich! - die Koffer hinterher. Die umstehende Leute schauen natürlich nur doof. Ich denke mit nur: zum Glück hat er nicht das Kind geworfen. Die Tür schließt: geschafft!

 

Hektik - Teil 2

Am Bahnhof angekommen geht die Rennerei weiter. Uns bleiben keine 10 Minuten zum Umsteigen. Ich sag nur Stuttgart 21! Wir joggen Richtung Bahngleise - ich mit mittlerweile umgebundenen Baby - mein Mann mit den Koffern. Wieder sehen wir im Spurt jede Menge komische Blicke. Aber das stört uns nicht. Die Bahn steht da und Kofferwerfen klappt mittlerweile ja zum Glück super. Wieder geschafft! 

 

Entspannte Hektik

Flughafen Frankfurt: lange Wege, viele Leute - wir hetzen durch die Terminals und Sicherheitskontrollen. Genau jetzt bekommt der Kleine natürlich endlich Hunger. Großen Hunger! Wir hören den Aufruf zum Boarding für unseren Flug, wir suchen uns dennoch einen Wickelraum. Ein hungriges Kind ist schließlich kein Spaß. Und das Boarding eines A 380 wird ja etwas dauern. Stillen dauert allerdings auch. Vor allem wenn das Kind hungrig ist und trinkt und trinkt und trinkt... 

 

Gerade als wir uns auf den Weg zum Gate machen, werden wir namentlich aufgerufen - zum Glück nicht als einzige Passagiere. Dennoch werden wir am Gate sehr nett empfangen und die letzten waren wir auch nicht. Und der Zwerg bekommt einen kleinen Kranich, den er sofort lieb gewinnt. 

 

Im Lufthansa-A380-Flieger in der Premium Economy nach Houston
Im Lufthansa-A380-Flieger in der Premium Economy nach Houston

Entspannung über den Wolken

Nach einer kurzen Einweisung können wir endlich entspannen. Ja, tatsächlich! Obwohl es der erste Flug mit dem 5-monatigen Zwerg ist, ist alles sehr entspannt. Während andere Kinder nörgeln, schläft unser Kleiner einfach ein. Kein Meckern, kein Jammern - nichts. So vollgegessen lässt sich es halt einfach gut bei Mama schlafen, auch im Flieger.

 

"Oben" wird er dann in sein Bettchen gelegt und so können auch wir tatsächlich noch einmal die Augen schließen. Die Zeit vergeht, dem Kleinen macht das Fliegen überhaupt nichts aus. Während Papa sich mal die Beine vertritt, darf er den Sitz testen und ein wenig "Winnie the Pooh" im Bord-Programm anschauen. Das findet er recht relaxt - wir auch. 10 Stunden mit Baby im Flieger sind so viel schneller rum als gedacht.

Lufthansas Premium Eco: cooler Sitz, tolles Unterhaltungsprogramm!
Lufthansas Premium Eco: cooler Sitz, tolles Unterhaltungsprogramm!

Unnötige Hektik der Stewardess und eine lange Schlange

Der Landeanflug ist entspannt bis eine Stewardess darauf besteht, dass unser Sohn sitzen soll. Er kann allerdings noch nicht sitzen und findet die Position sehr unbequem. Aber das ist egal: Sicherheitsvorschrift. Gesicht nach vorne, sitzen. Das gefällt ihm gar nicht. Er will lieber gechillt im Arm liegen und schlafen. Er beginnt zu schreien. Logisch. Die Stewardess signalisiert, dass er wegen des Drucks auf den Ohren etwas trinken soll. Ich weiß allerdings ganz genau, dass es an der Position und nicht am Druck liegt. Zudem wird er gestillt und trinkt nichts anderes. Das nervt mich dann doch etwas. Aber ein paar Reihen weiter hinten brüllt ein anderes Baby noch lauter. Auch beim Start hatte es geschrien. Da liegt es wohl wirklich an dem Ohren-Druck.  Wir setzen auf, ich nehme ihn aus der Sitzposition und schwups ist er ruhig.

 

Kaum in die Bauchtrage gepackt schläft er ein. Er war einfach hundemüde und wir machen uns auf den Weg zur Einreisekontrolle. In der Halle trifft uns der Schlag. Die Schlange bei der Einreise ist lang. Ewig laaang. Und wir müssen warten. Lange warten....


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