Rundreise mit Baby

Roadtrip? (K)eine gute Idee!

 

Mit Baby oder Kleinkind auf eine tage- oder wochenlange Rundreise gehen? So ein richtiger Roadtrip - geht das? Das kommt auf Euch an! Denn: es kommt immer anders. Wir haben das bei unseren Roadtrips mehrmals selbst erlebt. Deshalb hier unsere Erfahrung, Überlegungen welche Ihr vorab durchdenken solltet und ein paar nützliche Tipps.

Unsere Erfahrungen von 10 000 Kilometern:

Vom ersten Horrortrip...

Unser aller erster Roadtrip war uns eine große Lehre, denn der Start war wie ein wilder Ritt durch die Hölle. Autofahren zu Hause war nie ein Problem gewesen, aber die Wohnmobil-Rundreise durch die USA entwickelte sich nach drei Tagen kurzzeitig zum Horror-Trip. Denn während wir die ersten beiden Tage begeistert, kraftvoll, motiviert und mit dem nötigen Sarkasmus die Komplikationen einfach weggelächelt hatten, waren wir an Tag drei am Tiefpunkt angelangt. Wir waren gestresst und nach einem ungewohnten Schreianfall unseres Zwerges - den wir so nicht kannten - hatte ich nicht nur einen dicken Hals, nein, ich wollte wieder heim. Was war passiert?

 

Wir hatten uns definitiv zu viel vorgenommen. Gutgläubig wie wir damals waren, lief eben nicht alles so easy von der Hand wie gedacht. Autofahren zu Hause war kein Problem, aber wer fährt schon täglich vier Stunden daheim? Eben. Niemand! Bei uns kamen damals dann noch mehrere Faktoren zusammen, was das Fass zum Überlaufen brachte. Aber wie gesagt, das kann auf einem Roadtrip - mit Baby oder Kleinkind - nunmal ganz schnell jedem passieren.

 

So braute sich über drei Tage eben ein ganz mieses Gesamtpaket zusammen. Das kostet uns wirklich Nerven, hätte im Nachhinein aber nicht sein müssen. Immerhin: wir haben daraus gelernt.

 

zu tausenden problemlosen Kilometern:

Noch während des Roadtrips lernten wir aus unseren Fehlern, schraubten die Erwartungen herunter und konnten auch genießen. Von da an lief es dann wie geschmiert.

 

Die folgenden Roadtrips vergingen allesamt wie geschmiert. Natürlich nicht gänzlich problemlos, aber mittlerweile kennen wir uns und unseren kleinen Mitreisenden eben sehr gut. Alles Unerwartete kommt nun sozusagen erwartet und trifft uns nicht eiskalt. Knapp 10 000 Kilometer zu Dritt schweisen zusammen.

 


So klappt der Roadtrip bei Euch!

5 Überlegungen vor und während der Planung des Roadtrips:

  • Wie spontan sind wir? Bei einem Roadtrip weiß man nie wie es läuft. Spontanität ist bei allen Beteiligten ganz wichtig.
  • Wie reagiert unser Baby/Kleinkind auf Veränderungen wie täglich einen anderen Schlafplatz oder Mittagschlaf im Autositz? Unserer hatte weder mit täglich wechselnden noch mit anderen Schlaforten Probleme. Manche kommen aber, vor allem wenn sie bereits etwas älter und es nicht gewohnt sind, nicht damit klar. Sie finden dann nur schwer in Schlaf.
  • Sind wir flexibel und können wenn nötig auch mal einen Tag länger vor Ort bleiben? Wenn wir einen Roadtrip planen bauen wir an vereinzelten Tagen immer einen Puffer ein. So können wir ggf. mal irgendwo noch eine Zusatznach einbauen.
  • Haben wir eine Alternative wenn das Kind beispielsweise "streikt"? Es gibt Tage, da kann man es den Kleinen nicht recht machen. Überlegt vorher wie Ihr zu Hause an solchen Tagen mit den Kleinen umgeht und ob ihr unterwegs dafür gerüstet seid.
  • Auch wenn unser Baby/Kleinkind Autofahren heute gut findet, gefällt es ihm in mehreren Monaten noch? Oft ist es ja so, dass man Monate im Voraus bucht. Babys/Kleinkinder ändern sich schnell. Auch wenn Autofahren heute Spaß macht, kann das übermorgen ganz anders sein. Wie gesagt: man weiß nie....

10 Tipps für einen erfolgreichen Roadtrip:

  • Seid immer auf das Unerwartete gewappnet. So kommt nichts wirklich unerwartet ;-)
  • Lasst Euch nicht unter Zeitdruck setzen. Plant keine Etappen bei denen es zeitlich eng wird. Nichts ist schlimmer als zu wissen, dass Ihr spätestens bis X Uhr vor Ort sein müsst.
  • Seid so spontan wie möglich.
  • Habt genügend zu Trinken / Snacken im Wagen. Wasser, Obst und Sandwich. Ein paar Apfelschnitze und Blaubeeren, irgendwas was das Kind gerne snackt und selbst verzehren kann.
  • Packt CDs und Hörspiele ein. Gute Musik oder spannendes für die Kleinen lässt die Fahrt kürzer erscheinen.
  • Werft Euch alle in gemütliche Klamotten. Nichts anziehen was drückt oder man schnell schwitzt.
  • Passt die Fahrt den Aktivitätszeiten des Kindes an. Fahrt Zeiten wo das Kind sowieso meist entspannt ist bspw. nach dem morgendlichen Spielen oder Mittagschlaf macht.
  • Nutzt Pausen zum "Austoben". Aussteigen, rumspringen und Spaß haben. Das gibt gute Laune.
  • Plant regelmäßige fahrfreie Tage ein. Lasst das Auto mal einen Tag stehen. Das ist für alle gut.
  • Nehmt alles mit Humor. Wie heisst es so schön: Lachen ist die beste Medizin.

 Habt Ihr eine Rundreise gemacht oder plant eine? Wenn ja, wie war es? Erzählt es uns!

 


Unsere Roadtrips:


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