Babys auf Reise: der Horror reist mit

Keine Kinder im Flugzeug

Ein Baby im Flugzeug.

Kleinkinder auf einem Langstreckenflug

Sagt mal, muss das wirklich sein?

Das ist doch der absolute Horror für alle Beteiligten!

Eine glückliche entspannte Familie im Flieger - geht das?!?
Eine glückliche entspannte Familie im Flieger - geht das?!?

Na, wer hat sich das gerade nun gedacht? Bei wem stoßen die Sätze auf Ablehnung oder Kopfschütteln?

Sind wir doch ehrlich: je nachdem was wir auf unseren Reisen, unserem privaten Umfeld oder unterwegs eben bisher so alles erlebt haben, können wir alle manchmal nur den Kopf schütteln. Wir fragen uns genau diese Sätze. Ja, wir. Wir alle! Und damit meine ich wirklich alle. Damit meine ich euch alle (oder fast alle, denn Ausnahmen bestätigen ja die Regel). Nicht nur die Kinderlosen, die Omas & Opas dieser Welt, auch die Mamis. Ja, ganz speziell auch die Mütter, denn kaum jemand ist noch schlimmer als Mütter gegenüber anderen Müttern. Oder Eltern, gegenüber Eltern, denn schließlich hat ja jede Familie das allerbeste Kind...

 

Szenen: mit kleinen Kindern unterwegs.

Wir fragen uns, wieso der kleine Schreihals eine Reihe hinter uns im Flieger ununterbrochen brüllt. Wir sind genervt von dem Lärm und den zappelnden Beinchen welche uns immer wieder heftig in der Rücken treten. Wir würden uns in diesen Momenten am liebsten umdrehen und unsere geballte Faust dem kleinen hilflosen, kreischenden Wesen - welches uns gerade noch viel hilfloser macht - mitten ins Gesicht zentrieren. Hauptsache Ruhe.

 

Wir sitzen mit geöffnetem Mund da. Das kleine Balg rennt nun schon zum achten Mal den Flugzeuggang entlang. Es watschelt tapsig und voll irrer Freude hin und her und hat dabei schon mehrfach mit den kleinen Händen heftig gegen den Oberschenkel des Sitznachbarn gehauen. Ja können die Eltern denn nicht mal was machen? Versteht das dumme Kind denn nicht, dass man jetzt sitzen muss?!


Nur die anderen - nicht wir!

Zugegeben, diese Szenen sind erfunden. Ich habe diese weder selbst genau so erlebt, noch gesehen. Aber so ähnlich - und ihre bestimmt auch. Warum ich so heftige Worte hierfür benutze? Um wach zu rütteln! Denn seid bitte wieder ehrlich, ihr habt bei dem einen oder anderen zustimmend mit dem Kopf genickt!?

 

Es sind Momente in denen man - egal ob als Eltern oder Kinderlose - durchdrehen kann und sich fragt warum die Eltern die Situation nicht im Griff haben. Es sind aber auch Momente in die man als Eltern selbst geraten kann. Szenen, die einem mit (kleinen) Kindern schneller passiert sind als gewünscht. Und dann hängt man drin. Man ist ganz plötzlich auf der anderen, der ungewünschten, der gehassten, kurz gesagt: der beschissenen Seite der Situation. Man ist die Mutter mit dem brüllenden Baby, der Vater mit dem rennenden Balg im Flieger.

Beobachtungen, Erfahrungen, Erlebnisse auf Reisen mit Kindern:

Auch wenn wir selbst keine richtig krassen Erfahrungen beim Reisen gemacht haben, so ist mir den vergangenen vier Jahren trotzdem viel aufgefallen und komische, verständnislose Blicke haben wir auch schon geerntet.

 

Alle Erlebnisse aufzuzählen wäre langwierig und auch nicht von Nutzen. Ihr kennt schließlich selbst die Szenen im Flieger von bösen Blicken der Mitreisenden schon bevor es losgeht, die Unfreundlichkeit welche man oftmals mit Kleinkind in der einen Hand und Kinderwagen in der anderen erlebt. Ich berichte Euch nun aber von einer ganz anderen Anekdote:

Ich, hilflos, genervt und kurz vor dem Platzen:

Flughafen Frankfurt. Unserem Zwerg ging es nicht so gut. Ich war alleine mit ihm unterwegs. Der Flug ging über Frankfurt und wir hatten hier einen längeren Aufenthalt, der noch länger wurde weil sich die Abflugzeit etwas verschob. Dann kam eines zum anderen.

 

Ihr kennt das, irgendwann, nach einem langen Tag ist man dann genervt und das Kind sowieso. Da waren wir dann also gerade am Gate als nichts mehr ging. Wir mussten zum Vorfeld-Bus hinunter, aber da gab es keinen Aufzug, nur Rolltreppen oder etliche Treppen. Das Kind weigerte sich allerdings diese zu betreten. Doch mit Rollkoffer und Handtasche im Arm... was sollte ich machen? Nichts half. Kind stur, setzte sich mit verschränkten Armen vor der Brust hin. Mama mit geballten Fäusten am explodieren.

 

Einige Leute eilten einfach hastig vorbei. Viele schauten uns grimmig und unverständlich an.


Dann kam unser "Engel". Der schicke Mann in Anzug und Krawatte erkannte die Situation und griff ein. Er half nicht nur äußerst gut gelaunt beim Tragen, nein, er sorgte allgemein für bessere Stimmung. Kurzerhand zauberte er dem Kleinen ein Lächeln ins Gesicht und schwups stand dieser auf. Selbst im Bus spielte er noch den Kasper für den Zwerg. So kamen wir letzten Endes gut gelaunt zu Hause an.

 

Traut Euch mit Euren Bengeln ;-)

Egal ob beim Reisen oder im Alltag: wir sind oftmals genervt, weil etwas nicht klappt oder so läuft wie es soll. Das Ganze kann dann schnell ausarten. Wir steigern uns hinein und sind überfordert. Oftmals hilft ein Eingriff von außen. Jemand der ruhig und sachlich reagiert und damit alle wieder relaxter und entspannter macht. Jemand der Verständnis für die Horror-Situation aufbringt und einem zur Seite steht.

Was hat das mit den Babys und Kleinkindern im Flieger zu tun? Ganz einfach. Die Eltern haben sich sicherlich nicht gewünscht, dass das Kleine im Flieger brüllt oder nicht zu bremsen ist. Die Ablehnung, die bösen Blicke, der pure Hass - ja genau der Hass - der Mitreisenden macht es jedoch nicht besser, sondern schlimmer. Es verunsichert die Eltern und macht zusätzlich Angst. Somit sind ALLE dem brüllen Nahe. Manchmal helfen ein entspanntes Lächeln, ein paar nette Worte oder Grimassen (für das Baby).

 

Ich würde mir wünschen, dass in manchen Situationen einfach erst einmal versucht wird die Lage zu entspannen. Ich habe das bereits auf einem Flug gemacht. Die Mutter war kurz vor dem Durchdrehen. Ich wäre es in ihrer Situation auch gewesen. Das Baby war sehr aktiv, ständig fiel etwas runter und es hat wild gezappelt. Letztendlich haben wir es aber, ein Pärchen eine Reihe dahinter hat auch "geholfen", in den Griff bekommen und den Flug gut überstanden.

 

Anstatt gleich auf Konfrontation zu gehen, vielleicht erst mal versuchen zu helfen. Die Eltern werden es danken (hoffentlich!) Wenn die Eltern natürlich selbst Schuld sind an der Situation und alles nichts hilft, habt ihr bzw. haben wir bei einem Langstreckenflug noch genügend Zeit uns aufzuregen ;-)



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Kommentare: 2
  • #1

    Tamara (Montag, 29 April 2019 14:23)

    Hallöchen,
    ich habe gerade den Beitrag gelesen und ich selber muss zugeben, dass ich nicht sehr oft mit dem Flugzeug verreise. Aber die Erfahrungen mit anderen Kindern im Flugzeug haben auch wir gemacht.
    Vor einigen Jahren, als ich Mutter von zwei fabelhaften Kindern wurde, haben wir das Reisen mit dem Flugzeug eher vermieden. Heutzutage reisen wir zwar etwas mehr mit dem Flugzeug, bevorzugen ab und zu dennoch das Auto. So zum Beispiel, wenn wir dieses Jahr wieder nach Südtirol fahren, um dort unseren Familienurlaub zu verbringen.

    Gruß,
    Tamara

  • #2

    Sabine (Montag, 20 Mai 2019 22:08)

    Du sagst es: Reisen mit Kindern ist immer Ansichtssache. Wir lieben das Reisen mit Kindern und ganz ehrlich, dass was wir Eltern vorleben spiegelt sich sehr stark in den Kindern. Weiterhin gute Reise! Sabine

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