Die Angst vor der ersten Reise mit Baby

Das Abenteuer Elternzeit

Reisen in der Elternzeit: ein Traum vieler werdender Eltern. Doch kann man das wirklich so einfach machen? Freunde, Familie, Bekannte - oftmals hören die baldigen Eltern aus allen Ecken, welch Unding es doch sei mit Baby in die weite Welt hinaus zu gehen. Die Folgen: Sorgen, Ängste und Unsicherheit bei den Eltern. Wilde Gedanken und Horrorszenarien schwirren plötzlich durch den Kopf wo vorher noch der Traum einer tollen Fernreise war. Na, wer kennt es?

 

Es läuft doch bei fast allen reisenden Eltern irgendwie identisch ab. Um euch die Angst zu nehmen sind hier unsere Fakten und Einschätzungen. 

 

Hilfe: Reisen mit Baby - ein Unding!?

Vorweg: Quatsch - reisen mit Baby ist einfacher als man denkt!

 

Aber der Reihe nach: die größte Herausforderung einer Reisen mit Baby ist das Gefühl der Ungewissheit. Vor allem, wenn man die Reise schon planen möchte, bevor das Baby überhaupt geboren ist.

 

Da wir vor und auch während der Schwangerschaft viel und gerne gereist sind war für uns immer klar: wir machen das weiter! Für unsere Umwelt sah das anders aus: jetzt ist es vorbei! Das sagten eigentlich alle zu uns. Damit abgefunden haben wir uns nie. Aber zugegeben, einfach planen wollten wir auch nicht. Schlie´ßlich weiß man ja nie wie es kommt...

 

Ja, uns war es etwas unwohl dabei einfach schon eine Reise zu buchen, bevor wir unseren neuen Mitbewohner kannten - und das war auch gut so.

 


Eltern werden und sein - eine ganz neue Erfahrung auch auf Reisen:

Wenn man noch keine Mama ist, da kann man lautstark über vieles urteilen und sagen: "So mach ich das aber nicht. Das bin ich nicht." Wenn man dann erst einmal Mama ist, sieht das wieder ganz ander aus. Definitiv wird jeder früher oder später irgendwie sensibler, ängstlicher und empfindlicher. Auch ich - auch wenn es bei mir gedauert hat. Aber auch ich - eine für viele andere Mamas immer noch ziemlich krasse, abenteuerlustige Socke ;-) -  habe gemerkt, dass meine weiche Seite manchmal die Vorherrschaft übernimmt. Manch Dinge hinterfrage und überlege ich plötzlich mehrmals...

 

Tja, mit Baby/Kind sieht man die Welt oftmals doch mit etwas anderen Augen. Man hat Verantwortung, man hat einen Beschützerinstinkt, man hat Angst. Man darf auch mal Angst haben. Das gehört zum Elternsein unweigerlich dazu.

 

Warum ich Euch das erzähle? Wahrscheinlich geht es vielen werdenden Eltern so. Oftmals mag man es - sich selbst gegenüber - nicht zugeben. Habe ich recht? Man möchte nicht, dass die anderen denken man werde nun doch "typisch Eltern".  Aber auch das gehört zum Reisen mit Baby dazu: sich Gedanken machen. Das ist in gewissem Rahmen auch gut so. Denn reisen mit Baby will auch erlernt werden!

Wenn nicht jetzt reisen, wann dann?!

Ein ehrlich gesagt gutes Motto, denn wie eingangs erwähnt: prinzipiell ist das Reisen mit Baby das Einfachste. Leider merkt man das aber, wie vieles das man mit Kindern macht, erst später. Denn das Problem an der Sache ist: anfangs ist man einfach noch zu aufgeregt und angespannt um es zu genießen. Oder man plant falsch weil die Erfahrung fehlt, man unternimmt die falschen Dinge, oder oder oder. Man kann wirklich vieles auf einer Reise mit Baby falsch machen und dadurch schnell die Lust verlieren. Deshalb haben wir Euch die besten Tipps für die erste Reise mit Baby zusammengestellt. Die findet Ihr hier.

 

Prinzipiell ist eine Reise mit Baby also meist einfacher als mit einem Zweijährigem, denn das Baby bringt noch keine Wünsche ein, schläft sehr viel und überall und ist noch nicht so aktiv. Drei Fakten, welche man meist auch erst später zu schätzen weiß.

 

Sind reisende Eltern, egoistische Eltern?

Eines der Lieblingsargumente der Gegnern von Reisen mit Baby. Sie werden Euch einreden, dass das Baby von solch einer Reise nichts hat. Dass es sich nicht erinnern kann, es viel zu anstrengend sei und wahrscheinlich werden sie Euch noch vorwerfen, dass Ihr egoistisch  seid. Und mit manch Aussage werden sie recht behalten. Das Baby wird sich nicht erinnern, es kann für Euch anstrengend werden und ein wenig egoistisch ist es wohl auch. Aber, ein gewisser Egoismus gehört zum Elternsein dazu! Eltersein heißt nicht sein Leben aufgeben. Denn wir Eltern sollen, ja müssen sogar glücklich sein!

 

Was bringt es uns wenn wir von Beginn an des Eltern-Daseins unser Leben aufgeben anstatt es zu bereichern. Ein Baby nimmt einem sein Leben nicht weg, man muss nur etwas - wenn auch anderes als zu Zweit - daraus machen! Dann werdet Ihr merken, dass ein Baby das Leben enorm bereichert und nicht etwas "wegnimmt". 


Zurück zum Punkt Egoismus. Erleben wir Dinge, Abenteuer mit unserem Baby, welche wir schon immer erleben wollten, sind wir viel positiver gestimmt. Wir haben viel mehr Freude und Spaß an unserem Tun und kümmern uns somit auch viel entspannter und leichter um unser Kind. Denn dann erkennen wir wie wunderschön das Leben als Eltern sein kann. Ein gewisser Egoismus ist beim Elternsein also von Vorteil.

Die Vorteile für das Baby:

Ja, es gibt auch Vorteile für ein reisendes Baby. Wann und wo sonst geniest ein Baby so viel Zeit mit entspannten Eltern: Wann hat man so viel Zeit auf die Bedürfnisse des Babys einzugehen? Ohne Alltagsstress, Termine, den Druck irgendetwas erledigen zu müssen.

 

Natürlich müssen die Eltern hierfür nicht zwingend 9000 Kilometer ans andere Ende der Welt fliegen, da tut es auch die Nordsee. Grundlegend wollten wir Euch sagen, dem Argument, dass das Baby von einer Reise nichts hat, weil es sich nicht daran erinnern kann, können wir nicht zustimmen. Erstens geniest es sehr viel Elternzeit, zweitens haben wir das Gefühl, dass unser Kleiner dadurch viel offener und entspannter wurde. Er kam sehr früh mit unterschiedlichen Kulturen, Sprachen, Hautfarben und Lebensweisen in Berührung. Das macht ihn heute zu einem sehr unproblematischen Kleinkind. Er kommt überall zurecht und findet sehr schnell Anschluss.

 

Und zu Letzt: Was hat ein zehnjähriges Kind vom Club-Urlaub auf Mallorca? Auch nicht mehr als Spaß und eine gute Zeit mit den Eltern, oder?

 

Das Fazit - EUre Motivation:

Lasst Euch als Eltern nicht in Eure Reispäne reinreden. Tut das was Ihr für richtig haltet! Wir sind davon überzeugt, dass Ihr für Euer Baby und für Euch die richtige Entscheidung treffen werdet. Es gilt bei allen Kindern, dass diese zufrieden sind, wenn die Eltern ebenfalls glücklich sind. Also: werdet auf diese Weise glücklich wie Ihr es Euch wünscht, sei es am Gardasee, in Spanien oder irgendwo am anderen Ende der Welt.
Die Elternzeit mag einem anfangs sehr lang vorkommen, doch es ist nur eine kurze intensive Zeit die Ihr mit Euern Baby habt. Gestaltet sie also so unvergesslich, spannend und interessant wie Ihr es Euch wünscht. Diese Erlebnisse werdet Ihr so nur einmal haben.
 

Habt ihr schon Erfahrungen zu dem Thema gesammelt? Wie hat sich Eure erste Reiseplanung gestaltet? Welche Erfahrungen habt Ihr mit Familie, Freunden und Bekannten gemacht. Haben diese Eure Reisepläne unterstützt oder eher boykottiert? Wir sind gespannt welche Herausforderungen sich Euch - als Paar - gestellt haben.

 



Die besten Tipps für Reisen mit Baby:



Ihr werdet gesucht!

Habt auch Ihr ein tolles Abenteuer mit euren Kleinen erlebt, dann her mit euren Geschichten! Wir sind gespannt und freuen uns :-)

Einfach eine mail an uns schicken.



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Kommentare: 1
  • #1

    Wir auf Reise (Freitag, 11 Januar 2019 09:30)

    Liebe Mel,
    da hast du ein paar Tolle Gedanken zu Papier gebracht (äh bzw. online gebracht). :)
    Wir reisen auch schon lange mit unserem Sohn und ja, wir genießen es sehr. Allerdings haben wir schon ein bisschen darauf geachtet, WOHIN die Reise geht. Malariagebiete, oder Regionen über 3000m würde ich nach wie vor nicht mit Kleinkind bereisen. Aber das ist ja jedem selbst überlassen. Zum Glück. :)
    LG
    Charnette

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