Von Johannesburg durch die Provinz KwaZulu-Natal

So sah die Rundreise aus:

Nach unserer Tour mit Camper und Mietwagen rund um Kapstadt 2016, beschlossen wir bisher von uns unberührten Boden in Südafrika zu betreten. Wieder einmal nahmen wir uns für unsere (fast) Rundreise 3 Wochen Zeit.

Los ging es von Johannesburg (A) aus in die Drakensberge, genauer gesagt in den Royal Natal Nationalpark (C). Nach drei Tagen wandern ging es dann weiter zu den südlicher Drakensbergen, natürlich inklusive dem Sani Pass (als Selbstfahrer), dem Besuch im höchsten Pub Afrikas und einem Kurzaufenthalt in Lesotho (E).

Von hier aus ging es weiter Richtung Durban (F) und dann hinauf in den Norden zum Hluwhluwe-Imfolozi Game Park (H). Nachdem wir beim letzten Mal lediglich den Bontebok Nationalpark besucht hatten, stand dieses Mal echtes Safari-Feeling auf dem Plan. Vier Nächte verbrachten wir im Game Park, bevor es noch einmal an die Küste ging. Umdloti Beach (J) am indischen Ozean  war unser letzter Stopp.

So legten wir in den drei Wochen wieder rund 2000 Kilometer (ohne Ausflüge!) zurück. In Südafrika und mit Kleinkind im Auto definitiv anstrengender als es sich im ersten Moment anhört.

 

Die Reiseroute:


4 Fragen, welche Ihr Euch eventuell stellt, wenn Ihr die Route plant:

Mit Kleinkind quer durch Südafrika - wie funktioniert das?

Hm, einfach machen. Wir haben uns diese Frage nie großartig gestellt, da wir Südafrika nun ja schon zum dritten Mal besuchten und wussten: das ist Südafrika - we´ll see ;-) So ganz konkret planen lässt sich Südafrika einfach nie, weil man nie genau weiß wie der Tag verläuft. Das Land überrascht einen immer wieder und so kann es auch einmal passieren dass man für 150 Kilometer 6 Stunden braucht. Wir versuchten die Reise daher so offen wie möglich zu gestalten und buchten oft spontan vor Ort.

Natürlich versuchten wir das ganze so kinderfreundlich wie möglich umzusetzen. Nach ein, zwei Tagen mit langen Zeiten im Auto gab es auch wieder Ruhetage. Wie wichtig dies ist haben wir bei unseren bisherigen Reisen gelernt. Außerdem - hey, wir sind in Süadfrika - waren wir im Auto auch nicht immer mit allem total streng...

 

Gab es einen besonderen Moment bei diesem Trip? Was hat besonders gefallen?

Wie immer gab es natürlich jede Menge an schönen Momente. Am emotionalsten war aber sicherlich die Fahrt auf dem Sani Pass mit anschließendem Besuch im höchsten Pub Afrikas und der Übernachtung in Lesotho.  Alleine die Fahrt schon war irgendwie der Wahnsinn und so surreal und als wir dann oben ankamen war alles wie in einem Traum. Wir waren plötzlich da oben auf fast 3000 Metern! Zu dritt! Mit unserem Kleinen! Nach all dem was wir so über den Sani Pass gelesen hatten war es einfach nur MEGA. Das Bier und der Toast schmecken herrlich im Pub und am liebsten wären wir da wirklich sitzen geblieben. Dann noch nach Lesotho hinein zu fahren und fernab jeglicher uns bekannten Zivilisation zu übernachten setzte dem die Krone auf. Das konnte dann durch nichts mehr getoppt werden und das Gefühl oben am Pass zu stehen beflügelt noch heute.

Wie teuer war die Reise in etwa?

Bei dieser Reise hatten wir auf dem Hinflug Economy und dem Rückflug Business gebucht. Der Rückflug war - by the way - viel entspannter. Die Flüge rechnen wir daher wie immer in unserer Auflistung nicht mit ein. Angebote (Economy) nach Johannesburg gibt es aber ab knapp 600 €.

Wer den Sani Pass selbst fahren will (und bspw. auch durch Lesotho möchte) benötigt einen Allrad-SUV. Diese sind allerdings sehr teuer.

Wie auch bei der vergangenen Südafrika-Reise gilt: spektakuläre Unterkünfte an Touristenattraktionen sind natürlich keine Schnäppchen, aber es gibt meist dennoch viele, gute Lösungen. Ein Tip: Guesthouses und B&Bs sind in Südafrika nicht nur günstiger sondern auch netter. Hotels müssen nicht sein. Wer als Gruppe reist kann auch rund um Durban am Meer wieder tolle, günstige Häuser mieten (außerhalb der Hochsaison). Grob aufgelistet lässt es wie folgt festhalten:

  • Mietwagenkosten für 21 Tage (je nach Wagengröße, Leistungen,...): ab etwa 350,- €
  • 4x4- Mietwagenkosten für 21 Tage: ab etwa 1300,- €
  • Unterkunftskosten Durban: gute, saubere Zimmer meist ab etwa 80,- € pro Nacht. 
  • Unterkunftskosten "Land": gute, saubere Zimmer ab ca. 40,- € pro Nacht.
  • Unterkunftskosten "Parks" (je nach Park und Ausstattung): ab ca. 70,- € pro Nacht (Thendele Camp).

Was könnt ihr anderen Familien für diese Region empfehlen?

Zugegeben, unsere Route ist sicherlich keine wirklich kinderfreundliche Route - jedenfalls nicht mit Kleinkind. Es ist keineswegs mit einem für alle abwechslungsreichen und gleichermaßen entspannten Familien-Urlaub in Kapstadt zu vergleichen. Dafür sind die Erlebnisse einmalig.

Daher wird es auch etwas schwer mit Empfehlungen. Der Royal Natal Nationalpark in den Drakensbergen ist für wanderfreudige Familien super, Safari-Freunde kommen im Hluhluwe-Imfolozi oder eben auch im Wetland Park auf ihre Kosten. Lesotho ist definitiv etwas für abenteuerlustige und nichts für Angsthasen. Man bedenke hier fährt man oftmals viele Kilometer durch das Nichts und Ärzte und Krankenhäuser sind weit weg. Durban und die nördlichen Strände wie Umhlanga und Umdloti Beach sind für einen gemütlichen Strandurlaub perfekt. Es kommt also ganz auf den persönlichen Geschmack an. 

Der lange und breite Strand von Umdloti Beach nördlich von Durban am Indischen Ozean.
Der lange und breite Strand von Umdloti Beach nördlich von Durban am Indischen Ozean.

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