Rund um Kapstadt und bis nach Swellendam

 

Dieses Mal sollte die Reise im Gegensatz zum USA-Roadtrip 2015 nicht nur eine große Rundreise werden, sondern auch ein wenig der Entspannung dienen. Knapp 3 Wochen hatten wir dafür Zeit. Kapstadt war unser fixer Anfahrtspunkt. Zunächst waren wir eine Woche mit einem Wohnmobil in der Weinregion rund um Kapstadt (Stellenbosch, Franchhoek, Paarl) und über den Bain´s Kloof Pass bis nach Swellendam und den angrenzenden Bontebok Nationalpark unterwegs. Danach wurde auf einen Mietwagen gewechselt und wir verbrachten vier Tag auf der Kap-Halbinsel in Simon´s Town. Zuletzt hatten wir für weitere 8 Tage unser festes Domizil in Camps Bay. Dabei legten wir insgesamt etwa 800 Kilometer zurück, besuchten das Kap der guten Hoffnung, kletterten auf dem Tafelberg herum und bestiegen den Lion´s Head.

 

Teil 1: Die Route mit dem Wohnmobil.

Teil 2: Rund um Kapstadt mit dem Mietwagen.


Angezeigt wird auf beiden Karten die grobe Routenführung ohne Ausflüge und separater Abstecher.

Folgend fünf Fragen, welche Ihr Euch vielleicht stellt, wenn Ihr hört es soll nach Kapstadt gehen:

 

Mit Baby nach Kapstadt ist das nicht viel zu gefährlich?

Nein! Viele Leute sind von negativer Berichterstattung beeinflusst. Raubüberfälle, Mord und Totschlag gegenüber Touristen beherrschen aber nicht das Stadtbild. Natürlich gibt es auch nicht nur Sonnenschein. Einem Freund von uns wurde am Strand auch mal eine Tasche geklaut. Das kann aber auch in Europa passieren und selbst auf deutschen Weihnachtsmärkten schlagen Taschendiebe zu. Nichts für ungut. Es gibt definitiv Ecken und Plätze da sollte man als Fremder nicht durchlaufen oder mit der Kreditkarte am Straßenrand winken. Und auch in der Dunkelheit gilt es zu wissen wo man hin kann und wo nicht. Doch wo ist das nicht so? In jeder Großstadt gibt es solche Ecken. Wir haben bei zwei Reisen noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.

 

Was hat euch am meisten auf dieser Reise gefallen bzw. beeindruckt?

Die Einheimischen - vor allem die Farbigen! Die Leute in Südafrika sind nämlich sehr nett. Sie lieben die "kleinen Weißen" und sind ihnen gegenüber - und natürlich auch den Eltern - sehr aufgeschlossen. Überall wurden wir mit unserem Sohn freundlichst empfangen. Er hat das total geliebt so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Das war einfach großartig und das Coolste an der Reise. Das hätten wir so nicht ganz erwartet. 

 

Gab es einen besonderen Moment bei diesem Trip?

Schöne Momente gab es natürlich trotz der teils betrübten Stimmung wegen einem todkranken Kater zu Hause einige. Ein besonderer Moment, oder besser gesagt, ein besonderer Ausflug war aber sicherlich die Besteigung des Lion´s Head. Das war schon etwas ganz Besonderes. Denn wir wissen nicht wie viele das schon mit so einem kleinen Kind gemacht haben. Ohne Kind ist dieser Aufstieg, bei dem man teils klettern muss, ja schon nicht unbedingt etwas für Jedermann (-frau) und mit Baby auf dem Rücken erst recht nicht. Zum Glück war uns das vor Anstieg nicht bewusst, sonst hätten wir uns vielleicht gar nicht auf die Route gemacht. Freunde hatten nämlich erzählt, dass das schon ok wäre für uns. Stimmt auch, aber mit Baby auf dem Rücken nimmt das eben doch andere Dimensionen an. Lest einfach selbst und schaut die Bilder dazu an ;-) 

Wie teuer war die Reise in etwa?

Das Gute an einer Reise nach Kapstadt ist, dass zahlreiche Flüge über Nacht - teilweise sogar direkt - dorthin gehen. Man kommt am Vormittag also einigermaßen ausgeschlafen und entspannt an. Um ganz entspannt zu sein, hatten wir uns Business Class-Flüge geleistet und sind dann direkt mit dem Camper gestartet. Eine Woche war der Camper unser zu Hause und durch sehr billige Stellplätze haben wir wieder etwas eingespart. Spektakuläre Unterkünfte an Touristenattraktionen sind natürlich keine Schnäppchen, aber es gibt so viele, gute andere Lösungen. Tip: Hotels müssen nicht sein. Für die Zeit in Camps Bay hatten wir uns für ein Haus bzw. eine Haushälfte entschieden. Vor allem wer als Gruppe nach Kapstadt reist kann hier günstig tolle Häuser mieten. Grob aufgelistet lässt es sich das - ohne Flug - wie folgt festhalten:

  • Wohnmobilkosten für 7 Nächte (je nach Anbieter, Jahreszeit,...): ab ca. 750,-€     /  Wir hatten: 4STL von Maui
  • Mietwagenkosten für 8 Tage (je nach Wagengröße, Leistungen,...): ab etwa 150,- €       /  Wir hatten:  Mittelklasse SUV gebucht über sunnycars
  • Unterkunftskosten Kapstadt: gute, saubere Zimmer meist ab etwa 70,- € pro Nacht.  Häuser ab etwa 1000,- € pro Woche.     
  • Unterkunftskosten Region: gute, saubere Zimmer ab ca. 50,- € pro Nacht.
  • Campingplätze: je nach Ausstattung und Lage ab nicht einmal 10,- €        /  Hinweis: Campingplätze im Großraum Kapstadt werden oftmals - saisonal - auch von Arbeitern als "Wohnung" genutzt. Hier lohnt es sich genau so recherchieren wo wirklich gecampt werden kann.

 

Was könnt ihr anderen Kapstadt-Reisenden empfehlen?

Kapstadt an sich ist ein tolles Reiseziel, da man hier wirklich sehr viel unternehmen kann. Es ist einfach für jedes Interesse und jeden Reise-Typ etwas dabei. Das meiste ist eben auch mit Baby, Kleinkind oder Kind zu machen. Das ist ein sehr großer Vorteil an der Gegend. Neben den typischen Attraktionen und Ausflugsmöglichkeiten die jeder kennt, kommt man natürlich nicht nur kulinarisch auf seine Kosten, sondern kann an einem der zahlreichen Stränden relaxen (hier empfehlen wir mal Llandudno zu besuchen) oder wandern gehen. Zum Besuch eines typischen Markts würden wir ebenfalls raten (unser Favorit: Hout Bay Market). Zuletzt würde ich dann noch den Kirstenbosch Botanical Garden jedem ans Herz legen. Der hat uns total überrascht. Wirklich wunderbar. Da gibt es also so viele Möglichkeiten - DAS Highlight gibt es nicht.

Definitiv würde ich aber empfehlen unbedingt zum Sonnenuntergang auf den Signal Hill zu fahren und eben - wenn schwindelfrei und ein wenig kletterfest - den Lion´s Head zu besteigen. Wem´s zu gefährlich wird, kann ja auch jederzeit umdrehen. Die Ausblicke in alle Himmelsrichtungen lohnen sich jedenfalls.

 

Blick auf Camps Bay & Tafelberg & 12 Apostel beim Aufstieg auf den Lion´s Head
Blick auf Camps Bay & Tafelberg & 12 Apostel beim Aufstieg auf den Lion´s Head

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