Las Vegas: Reise mit Baby & Kind

Las Vegas, Baby!

Teil 1 unserer dreiteiligen "Las Vegas mit Kleinkind"-Reihe

Tipps für Las Vegas mit Kind.
Was man in Las Vegas alles mit (kleinen) Kindern machen kann.
Aktivitäten mit Kindern rund um Las Vegas.
Die besten Ausflugstipps rund um Las Vegas.

Las Vegas mit Baby oder Kleinkind geht nicht! Warum nicht?! Nur weil die Sin City noch blinkender, verruchter und abgefahrener ist als jede andere US-amerikanische Großstadt? Das ist doch Quatsch! Eine Reise in die Großstadt inmitten der Wüste Nevadas ist definitiv auch mit kleinem Kind machbar.

 

Um Euch noch mehr geballte Infos und Erfahrungen zu geben, wirkt an dieser Serie auch Katharina von "Kleine Jungs, große Welt" mit. Sie wird ebenfalls von ihren Aufenthalten in und um Las Vegas berichten. Die Familie von Katharina ist seit 2017 in Goodyear/Arizona und bleibt voraussichtlich bis September 2020. Die drei Jungs von Katharina sind 1,5, 4 und 5,5 Jahre.

 

Und jetzt ganz schnell zu den ersten Fragen: Aber wann ist die beste Reisezeit? Sollten die Wintermonate gewählt werden? Macht es einen Unterschied Vegas am Wochenende oder unter der Woche zu besuchen? Und welches Hotel soll es mit Kind am Besten werden?

Informationen zur Reisezeit, dem Wetter, der Anreise, den Kosten und der Hotelauswahl:

1, Das Wetter & die beste Reisezeit

Las Vegas ist ganzjährig eine Reise wert. Wir würden keine Jahreszeit komplett ausschließen. Bekanntermaßen hat die Stadt im Südwesten der Vereinigten Staaten von Amerika ein ausgeprägtes Wüstenklima. Temperaturen von über 40 Grad sind in den Sommermonaten folglich die Regel. Auch nachts bleibt es sehr warm. Allerdings herrscht eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Es ist also eine trockene Hitze, welche recht gut zu ertragen ist.

 

In den Wintermonaten wiederum wird es meist in der Wüstenstadt sehr kühl. Im Januar sinken die Temperaturen in der Nacht oftmals auf den Gefrierpunkt und knacken auch tagsüber manchmal nur knapp die 10 Grad-Marke. Sonnig ist es zumeist aber immer und damit deutlich besser und angenehmer als im Winter in Deutschland.

 

Am empfehlenswertesten, so finden wir, sind die Frühlings- und Herbstmonate. In diesen Monaten ist es weder extrem heiß noch wird es abends zu kalt um Draußen zu sitzen. Niederschlag fällt in der Spielerstadt übrigens ganzjährig nur wenig. Das Regenrisiko ist im August am höchsten.

 

Unsere Erfahrung: Wir haben Las Vegas in den Monaten Mai/Juni, August/ September und November besucht. Uns hat es immer gefallen und wir konnten die Stadt wunderbar genießen. Auch Ende August, Anfang September war es mit Kleinkind kein Problem. Während der Mittagshitze wurde der Mittagsschlaf im klimatisierten Hotelzimmer gemacht. Mit Baby oder empfindlichem Kleinkind würden wir dennoch nicht empfehlen zwischen Juni und August nach Las Vegas zu reisen. Nicht nur wegen der Hitze, sondern vor allem auch wegen den prallen Sonnenstrahlen, sprich der hohen UV-Strahlung.


Die Erfahrung von Katharina: Wir waren im Juli und August mit den Jungs in Las Vegas unterwegs und haben tatsächlich einen Regenschauer erlebt. Abgesehen davon, war es natürlich heiß. Es war dennoch gut auszuhalten, da wir uns viele Hotels und Geschäfte angeschaut haben, die gut klimatisiert sind. Ganz wichtig ist es, dass man genug trinkt. Wider Erwarten bekommt man gekühltes Wasser auch günstig bei Straßenverkäufern. Wir haben direkt vor dem Vulkan beim Mirage 1$ für einen halben Liter bezahlt.

 

2. Die Anreise

Zugegeben, die Anreise nach Las Vegas ist nicht gerade (klein-) kinderfreundlich. Es gibt keine Non-Stopp-Verbindungen von Linienfluggesellschaften, nur Charterairlines. Es fliegen aktuell (Stand Juli 2017) Condor, Eurowings und Edelweiss (ab Zürich) ohne Zwischenlandung nach Las Vegas. Der Flug dauert mit den Charterfluggesellschaften rund 11 Stunden. Der Hinflug ist leider immer tagsüber. Die Rückflüge sind über Nacht.

 

Wer mit Linienfliegern fliegt hat zumeist einen Zwischenstopp in New York, Atlanta, Chicago, Denver, Los Angeles oder einer anderen Großstadt. Die Reisezeit verlängert sich durch den Zwischenstopp natürlich erheblich. Während ein Non-Stopp bspw. von Zürich nach Las Vegas fast 12 Stunden dauert, benötigt es bei einer guten Verbindung von Frankfurt über Chicago nach Las Vegas alles in allem knapp 16 Stunden.

 

Unsere Erfahrung: Wir haben es bevorzugt mit Zwischenstopp und dafür mit "bequemeren" Fliegern (Star Alliance) zu fliegen. Dies hat sich für uns mit Kleinkind beim Hinflug als gute Wahl herausgestellt. So war zwar die Reisezeit länger, wir hatten aber gut Platz im Flieger, der lange Flug wurde "unterbrochen" und alle konnten neue Energie am Boden tanken. Den Rückflug (Nachtflug) haben wir als Non-Stopp-Flug nach Zürich (mit Edelweiss) gebucht und der Kleine schlief durch. Das war ebenfalls perfekt. Mit Baby würden wir definitiv zu einem Direktflug raten.

 

Die Erfahrung von Katharina: Nachdem wir bisher nur "Linie" geflogen sind, sind wir Anfang August 2017 mit Eurowings non-stop von Las Vegas nach Köln/Bonn geflogen. Da ich mit unseren drei Jungs zum ersten Mal alleine geflogen bin, wollte ich nicht umsteigen. Da wir auch nur mit wenig Gepäck reisen wollten, haben wir uns die die günstigste Option des Fluggesellschaft entschieden und diese nicht bereut. Kindersitze und Kinderwagen konnten problemlos aufgegeben werden und es war auch kein Problem einen Kindersitz mit ins Flugzeug zu nehmen und einzubauen. Trotz günstigem Flugpreis gab es Pre-Boardings für uns. Die Flugbegleiterin sagte mir ebenfalls, dass der Flieger nicht ausgebucht sein wird und so bekam ich noch zwei zusätzliche Plätze! Es war ein extrem ruhiger und entspannter Flug - über Nacht.

 

3. Wann nach Las Vegas? Wochenende oder unter der Woche?

Las Vegas ist eine Partystadt. Da ab Donnerstag die Wochenendausflügler, Partygänger und Zocker in die Stadt kommen, ziehen zum Wochenende hin die Übernachtungspreise stark an. Ein Zimmer, dass von Montag auf Dienstag nur 60 Euro kostet kann von Freitag auf Samstag gut das Doppelte kosten. Generell sind die Hotels also von Sonntag bis Mittwoch am preiswertesten.

 

Unsere Erfahrung: Mit Familie raten wir Las Vegas am Wochenende und an Feiertagen zu meiden. Nicht nur wegen der höheren Kosten, sondern weil Vegas an diesen Tagen viel zu überlaufen für einen entspannten Familien-Trip ist. Der Strip ist ab dem frühen Abend wirklich brechend voll und es ist als Familie kein Vergnügen mehr dort unterwegs zu sein.

 

Die Erfahrung & Tipp von Katharina: Das mit den hohen Preisen können wir bestätigen. Lässt sich ein Aufenthalt am Wochenende nicht vermeiden ist es eine Alternative etwas "abseits" zu wohnen,  beispielsweise im Ort Henderson vor den Toren Vegas. Dort sind die Preise am Wochenende zwar auch höher, aber dennoch deutlich günstiger als in Las Vegas direkt. Außerdem ist es dort zum Schlafen deutlich ruhiger, mit Kindern ein Vorteil. Die Fahrzeit bis ins Herz der Sin City beträgt ca. 20 Minuten.

 

4. Hotels & Kosten

Wer die Wahl hat, hat die Qual! In der Sin City trifft dies definitiv zu, denn die Hotelauswahl in Las Vegas ist riesig. Somit wird die Auswahl der Unterkunft eine Frage des ganz persönlichen Geschmacks und der Wünsche: Muss es direkt am Strip sein? Möchte ich eine große Poollandschaft? Sollte es eines der großen bekannten Resorts sein?

Wie bereits erwähnt sind die Zimmer von montags bis donnerstags billiger als am Wochenende und bereits für unter 50 Euro die Nacht zu bekommen. Nach oben hin gibt es natürlich auch keine Grenzen. Durchschnittlich sollte man in einem der gefragteren Hotels in Las Vegas am Strip aber mit rund 100,- € + die Nacht rechnen..

Booking.com

 

Unsere Erfahrung: Bei längeren Aufenthalten eignet sich ein Apartment gut, da man sich selbst versorgen kann. Generell ist mit Kleinkind ein Zimmer mit Kühlschrank und Mikrowelle (bezüglich der Essensaufbewahrung und Zubereitung) immer von Vorteil. (Siehe unsere 5 Tipps zu Unterkunftswahl)

 

Die Erfahrung von Katharina: Natürlich sind die Themen-Hotels ein Erlebnis, aber man muss deshalb nicht dort schlafen. Wir haben bis jetzt drei Mla mit Kindern in Las Vegas übernachtet, einmal am Strip. Wir hatten unser Hotel wegen des Wasserparks ausgewählt, der aber so überfüllt war, dass es uns keinen Spaß gemacht hat.

 

Tipp: Wenige Gehminuten abseits des Strips gibt es ebenfalls sehr gute Unterkünfte. Zum Entspannen und mit Kleinkind ist dies für uns immer die bessere Wahl. Wir sind große Freunde des "The Signature at MGM". Hier hat jeder Tower seinen eigenen Pool und zu keiner Zeit erschien uns das Hotel - selbst wenn ausgebucht war - überlaufen. Auch Katharina rät lieber "etwas weiter draußen" zu übernachten, da die Zimmer günstiger sind und dennoch mehr bieten, beispielsweise ein kostenloses, abwechslungsreiches Frühstück oder größere Zimmer.



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