Eine lange Anreise & die ersten 24 Stunden

Dauerentertainment für das Kleinkind

 

Es ist überraschend mild. Nicht so übertrieben heiß wie gestern Abend in Las Vegas. Man kann gemütlich im T-Shirt und kurzer Hose draußen sitzen. Und so genießen wir noch einen „Water-Melon-rita-spezial-Mix“ ("Water-Melon-rita" ist ein amerikanisches Biermixgetränk. Mein Mann hat es noch mit Fanta verfeinert ;-)) im Freien und unter sternenklarem Himmel. Endlich. Das war in diesem Sommer in Deutschland ja selten möglich. Auf der einen Seite erstrahlt der „Große Wagen“, auf der anderen sieht man in der Ferne hinter den Bergen Las Vegas leuchten. Unglaublich. Aber kein Wunder. Las Vegas ist schließlich die hellste Stadt der Welt und gerade mal eine Stunde Fahrt von Pahrump - wo wir uns befinden - entfernt.

Samu ist vor gut 45 Minuten eingeschlafen. Erstaunlich wie toll er sich heute wieder geschlagen hat. Trotz lediglich rund 30 Minuten Mittagsschlaf: kein Quengeln, kein Meckern, nichts. Er schien den kompletten Tag zufrieden zu sein. Am Vormittag haben wir unplanmäßig am Pool abgehangen. Plantschen, relaxen, genießen. Soweit genießen bei brütenden 35 Grad um 10 Uhr morgens möglich war. Aber es war definitiv besser als ins Death Valley zu starten. Und so sind wir auch am Mittag, nach gut einer Stunde Großeinkauf für die nächsten Tage, nicht ins Tal des Todes gefahren, sondern zur Red Rock Canyon Conservation Area. Ein kleiner Park mit vielen Wandermöglichkeiten. Wandern konnten bzw. wollten wir bei der Hitze mit Kleinkind natürlich nicht. Aber es war ein ganz netter Abstecher und landschaftlich interessant. Samu hat vor allem unsere kurze Fahrt auf einer Dirt Road gefallen. So haben wir am frühen Abend bereits unsere jetzige Übernachtungsstätte in Pahrump erreicht. Einen RV&Trailer Park. Zwar sind wir noch ohne RV unterwegs, aber hier übernachtet man nicht in einem Zimmer sondern eben in einem RV oder Trailer. Eine recht nette Idee. Mal etwas Anderes. (Wer mehr wissen möchte, bitte den bald folgenden Link zu meiner Bewertung anklicken.)

Ja, jetzt sind wir tatsächlich schon über 24 Stunden hier in Nevada. Unsere Anreise verlief erstaunlich problemlos, aber war nicht ganz ohne. Alleine die knapp 10 Stunden Flug von München nach Denver bedeuteten rund 8 Stunden Intensivbetreuung des Kleinkindes Samu. Eine richtige Aufgabe, zumal im Flieger nicht allzu viel Möglichkeiten der Bespaßung zur Verfügung stehen. Da war Kreativität gefragt. Glücklicherweise hatten wir genügend Platz vor unseren Füßen den wir als Spielwiese nutzen konnten (und durften). Ich kann nur noch einmal betonen, dass sich bei längeren Flügen mit Kind eine Premium Economy-Buchung (oder eben Business-Class) wirklich lohnt. Wir hatten, da zahlreiche Plätze in der Premium frei waren, gar soviel Platz, dass wir uns letztendlich auf fünf Sitzplätzen verteilen durften. Da konnten wir Türme bauen, die Stofftiere Gassi führen, Brum-Brum mit dem Auto machen oder auch mal abhängen. Zwischenzeitlich bekamen wir Besuch von der 21-monatigen Klara aus der Eco, die die Abwechslung ebenfalls sehr genoß. Ich weiß nicht, wie wir die 10 Stunden ohne so viel Platz überstanden hätten!?! Wahrscheinlich wie der Rest der Eltern mit Kleinkindern an Bord. Mit viel hin und her laufen, im Gang oder bei der Bordküche stehen. Das konnten wir uns ersparen. Samu gefiel zudem das Entertainment-Programm. So saß er zeitweise einfach da schaute Kinder-Filme oder lauschte der Musik. Zugegeben: er hat es uns sehr einfach gemacht die Anreise entspannt zu überstehen. Auch wenn er auf dem langen Flug nur eine Stunde geschlafen hat, er wurde nie wirklich anstrengend. Er flirtete mit Stewardessen, Mitreisenden, Bodenpersonal oder wer ihm sonst so in die Quere kam. Die insgesamt rund 17 Stunden Reisezeit hat er zusammengefasst größtenteils einfach über sich ergehen lassen – Respekt und eine positive Überraschung! 

Und letztendlich schlief er dann bei der Landung in Las Vegas einfach ein. Das Warten an der Gepäckausgabe, das Schlange stehen um den Shuttle zum Mietwagen-Terminal zu bekommen, die Auto-Abholung und die Fahrt zum Hotel selbst verschlief er einfach. Erst im Hotel, dem "La Quinta Inn & Suites" wachte der kleine Mann wieder auf und inspizierte sofort gut gelaunt das Zimmer. Ventilator begutachten, Bett testen und den Radiowecker einstellen - Samu war beschäftigt und voll in seinem Element. Erst eine Stunde und ein zweites Abendessen später sind wir alle gegen 20.30 Uhr und nach 22 Stunden auf den Beinen ins Bett.

 

P.S.: Dieser Beitrag wurde erst 24h später veröffentlicht da vorher leider kein Internet verfügbar war.

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Kommentare: 2
  • #1

    Gabriela von Mami bloggt (Samstag, 03 September 2016 09:56)

    Das hört sich richtig toll. Ich liebe das Gefühl, wenn man am Anfang der Reise steht und noch die ganze Zeit & Abenteuer vor einem liegen. Ihr habt so eine wunderbare Zeit noch vor euch. Wünsche euch ganz viel Spaß;-) Und übrigens, Economy ist mit Kleinkind auch machbar. Sicherlich nicht sooo gemütlich, aber irgendwie vergeht jeder Flug. Bin sogar schon allein mit meinem Sohn nach Kuala Lumpur geflogen und wir beide haben keine Schäden davongetragen ;-)

  • #2

    Kind im Gepäck (Montag, 20 März 2017 14:45)

    Lieben Dank Gabriela!
    Das stimmt Schäden bekommt man in der Eco kein und alles ist machbar, aber ohne Sitz für den Zwerg und wenn der Flieger voll ist könnte ich es mir überhaupt nicht vorstellen in der Eco zu sitzen ;-) Wir sind halt auch etwas verwöhnt... Sorry.
    LG
    Mel

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