Stellenbosch & Franschhoek

Prunkvolle Weingüter & Armut - so nah beieinander...

 

Nachdem wir am Tag nach unserer Ankunft morgens nicht nur von Sonnenschein, sondern auch einem leckeren Frühstück im Cape Khamai Guest House empfangen wurden, waren wir nach Stellenbosch auf unseren Campingplatz, dem Mountain Breeze Resort, weitergefahren. Zwei Nächte bleiben wir hier. Noch die Distanzen der USA im Kopf kamen wir allerdings viel früher als erwartet dort an und standen vor verschlossenen Toren. 12 - 14 Uhr Mittagspause - erläuterte uns ein Schild. Kurz nach 12 waren wir eingetrudelt. Super. Noch während wir überlegten was tun, öffnete sich das Tor plötzlich wie von Geisterhand. Die Dame an der Rezeption hatte doch ein wenig Mitleid mit uns und gewährte Einlass. Den Stellplatz durften wir uns dann selbst raussuchen. Viel mehr unternahmen wir nach einem Großeinkauf für die nächsten Tage nicht mehr. Schließlich feierten wir an diesem Tag auch Rolfs Geburtstag - ganz gemütlich mit Lagerfeuer am Abend.

Ausflug nach Franschhoek

Nachdem wir immer wieder gehört hatten wie toll das Städtchen Franschhoek mitsamt seinen Weingütern sein soll, wollen wir uns das nicht entgehen lassen. Schon auf dem Weg dorthin fahren wir an zahlreichen mächtigen und prunkvollen Weingütern vorbei. Wow - wirklich der Wahnsinn! Nicht nur die Häuser sondern die gesamten Anwesen. Ich will nicht wissen wie viele Gärtner da tagtäglich arbeiten.... Und das sehr wahrscheinlich für einen Hungerlohn. Denn wer genau hinschaut, der sieht nicht nur die genialen Anwesen, sondern auch die schäbigen, mickrigen Blechbauten die oftmals in den hintersten Ecken der rießigen Anlagen stehen. Da wohnen die Angestellten. In diesem Moment weiß ich wieder warum ich nach unserer ersten Südafrika-Reise recht erschlagen zurück kam und nicht wieder kommen wollte....

In Franschhoek angekommen zeigt sich uns ein wirklich nettes Städtchen mit einer Hauptstraße, die - wie beschrieben - sehr reizvoll ist und den Touristen die sich hier tummeln das bietet was sie sehen wollen. Schöne, tolle Häuser, nette Cafés und Restaurants. Kaum zu glauben, dass es Menschen hier schlecht gehen könnte. Doch da Samu schlafen möchte und wir somit noch ein wenig spazieren gehen, drehen wir - wie wir es immer gerne machen - eine Runde abseits der Hauptstraße. Es dauert zwar einige Meter, doch dann stehen wir plötzlich mitten im Ghetto. Der Dreck türmt sich am Straßenrand, Kinder spielen mit dem Abfall, die Erwachsenen sammeln sich um eine brennende Mülltonne. Nein, das ist kein Film. Das ist wirklich so. Gerne hätte ich ein Foto gemacht, doch das habe ich mich nicht getraut. Die Blicke der Einheimischen schreckten mich ab. Wobei ich mir sicher bin, dass wenn ich freundlich gefragt hätte, sicherlich die Erlaubnis bekommen hätte. Doch vielleicht war ich auch zu geschockt...

Über den Franschhoek Pass

 

Kaum im Auto zurück wacht Samu leider schon wieder auf. Nichtsdestotrotz wollen wir noch auf den Franschhoek Pass fahren. Samu hat darauf zwar etwas weniger Lust, aber wir fahren dennoch. Schon nach wenigen Metern bietet sich, untermalt von Samus Gemecker auf der Rückbank, eine wirklich wundervolle Aussicht über die Stadt und mit jedem Höhenmeter lohnt sich der Ausblick mehr. Zwar ist der Franchhoek Pass nur gerade einmal 740 Meter hoch, dennoch ist´s eine nette lohnenswerte Fahrt.

 

Wir fahren den Pass nicht bis nach Theewaters, da uns dies nun zu weit wäre, sondern wenden auf etwa halber Strecke. Danach machen wir uns auf die Rückfahrt zu unserem Campingplatz. Samu hat für heute genug vom Autofahren und morgen wollen wir ja weiterziehen.

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