Anreise Kapstadt

Entspannt in den Regen

 

Der Flug nach Kapstadt - fast schon ein Kinderspiel. Am späten Nachmittag waren wir in Stuttgart gestartet, hatten einen etwas längeren Aufenthalt in Zürich um von dort direkt nach Kapstadt zu fliegen. In der Lounge in Zürich war Samu eingeschlafen, passend zum Boarding hatte er kurz die Augen geöffnet bevor er wieder tief und fest einschlummerte. Das fand die Flugbegleiterin nicht so toll, denn eigentlich müsste unser Kind im Gepäck mit dem Loop-Belt gesichert und Blick nach vorne auf meinem Schoß sitzen. Doch ICH weiß wie Samu reagiert wenn er geweckt wird... So ließ man mich - man muss sagen ohne große Diskussionen - auf eigene Verantwortung machen. Ich sicherte ihn zwar mit dem Loop-Belt, allerdings ließ ich ihn mit Kopf an meine Schulter gekuschelt schlafen.

Nach dem Start legten wir den Kleinen in sein Basinett, welches bei Edelweiss ziemlich klein ausfällt. Obwohl Samu ja gerade einmal 12 Monate alt war, passte er schon nicht mehr wirklich rein (siehe Bild). So nahm ich ihn, als ich mich schlafen legte, zu mir auf den Sitz. Den Rest des Fluges verschliefen wir alle und landeten nach knapp 11 Stunden recht fit und munter bei starker Bewölkung und viel Wind in der Mother City.

Langwierige Camper-Abholung

Wie verabredet wurden wir am Flughafen von einem Fahrer vom Wohnmobil-Anbieter abgeholt und zur Verleih-Station gefahren. Entgegen unserer Vorstellung, dass es bestimmt schnell mit der Übernahme läuft, dauerte es eine Ewigkeit. Nachdem der Papierkram erledigt war gab es eine ausführliche Einweisung. Wirklich ausführlichst. Und wenn ich ausführlichst schreibe, meine ich das genau so. Jeder Lichtschalter wurde erklärt. Jeder! Es half auch nichts dem "älteren Herren der Genauigkeit" zu erklären, dass wir bereits Camper-Erfahrung besitzen. Nein, er machte Schritt für Schritt in seinem Tempo mit der Beschreibung des Wohnmobils weiter. Wenigstens konnte ich nebenher ein paar Sachen verstauen, denn unser Sohn wurde zwischenzeitlich von den Südafrikanerinnen beschlagnahmt. Die nahmen ihn einfach mal mit - wohin auch immer. Zwischenzeitlich, muss ich gestehen, machte ich mir doch ein klein wenig Sorgen ob er jemals wieder kommt... Natürlich wurde er zurückgebracht, wenn auch schweren Herzens. Die Mädels hätten ihn sofort behalten. Aber nach über 1,5 Stunden dürfen wir nun endlich unseren Camper mitnehmen und zu unserer ersten Unterkunft nach Somerset West fahren.

Ab in den Regen! 

Das Wetter zeigte sich nicht gerade von seiner besten Seite. Zugegeben es ist ja auch Herbst, aber dennoch hatten wir auf etwas besseres Wetter gehofft. Andererseits sind wir sehr froh, dass es nicht direkt auf den Campingplatz geht, sondern erst in eine Unterkunft. Und wir werden bald noch viel froher darüber sein. Denn kaum am Zielort im Cape Khamai Guest House angekommen, begann es zu regnen. Heftigst zu regnen.

Was ein Glück dass wir im Warmen sind. Ähm, a propos warm... Wie man es nimmt, denn in Südafrika haben die allermeisten Haushalte keine Heizung. Wozu auch, zumeist ist es ja warm - außer eben manchmal im Herbst und Winter. So erklärt uns Hausherrin Simone, dass sie uns einen Heizstrahler ins Zimmer gestellt hat. Sehr nett, allerdings macht dieser nicht wirklich warm, außer man stellt sich direkt neben diesen. Da stehen wir also in unserem wirklich sehr netten und großen Zimmer und lauschen etwas verfroren dem Wetter. Der Wind bläst lautstark durch alle Ritzen und Regen prallt im Takt gegen die Fenster. Willkommen Kapstadt im Herbst! So kuscheln wir uns nach einer Dusche erst einmal alle zusammen ins gemütliche Bett. Da ist es schön warm...

Unser Zimmer im Cape Khamai Guesthouse - sieht aus als habe eine Bombe eingeschlagen, doch es sind nur wir ;-)
Unser Zimmer im Cape Khamai Guesthouse - sieht aus als habe eine Bombe eingeschlagen, doch es sind nur wir ;-)

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