Von Denver in den Rocky Mountain Nationalpark - Teil 2

So nah und doch so fern

 

Ich setze mich auf die Bank zu unserem mal schlafenden mal wachen Baby. Mein Mann freundet sich derweil zusehends mit dem Gefährt an. Es läuft super und ich bin wieder positiv gestimmt unser Ziel zeitig zu erreichen.  Doch die gute Stimmung verfliegt bald. Denn immer wieder werfe ich einen Blick auf die Karte im Handy und unser Punkt bewegt sich nur sehr langsam voran. Gaaanz langsam. Würde ich den blauen Punkt nicht auf dem Handy verfolgen, würde ich glauben die Abfahrt nach Boulder bereits verpasst zu haben.

 

Doch sie kommt noch und wir verpassen sie tatsächlich. Ich, als menschliches Navi, hatte es dann - als es darauf ankam - einfach zu spät bemerkt. Immerhin können wir wenige Meter weiter relativ unproblematisch umdrehen. Dieses Mal ohne ein Verkehrschaos auszulösen oder ein Hubkonzert zu veranstalten :-)

Den RV 30 einfach mal quer drüber parken...
Den RV 30 einfach mal quer drüber parken...

Endlich in Boulder angekommen - viel später als gedacht und geplant (etwa eine Stunde später) - fahren wir zielstrebig  den ersten Supermarkt an. Obwohl die Amis ja gerne große Autos haben... unser Wohnmobil ist definitiv das Größte und benötigt mehrere Parklätze.

 

Leider werden wir im Supermarkt nicht gänzlich fündig. Bettbezug, Kissen und eine zusätzliche Decke für die Nacht fehlen uns noch. Die hatten wir ja nicht gemietet aufgrund der fast ausschließlich miserablen Bewertungen darüber im Internet. Und ich wusste ja in jedem Walmart bekommt man das für ein paar Dollar. Leider war dies jedoch kein Walmart und im HomeGoods nebenan gibt es nur Luxusbettwäsche. Die ist uns viel zu teuer. Dann eben irgendwie ohne das Zeug auskommen oder weitersuchen.

 

Mein Mann besteht auf Kissen und Bezug, also beschliesen wir weiterzusuchen- und fahren. Zwischenzeitlich schaffe ich es mich kurzfristig in ein Wlan einzuloggen und lokalisiere einen Walmart am anderen Ende von Boulder - immerhin in unserer Fahrtrichtung. Also ab dahin! Doch das hätten wir uns sparen können. Hier werden wir auch nicht fündig. Da es sich nur um einen Neighborhood Market handelt ist das Sortiment begrenzt und genau das was wir brauchen gibt es nicht.

 

Jetzt ist guter Rat teuer. Ich quatsche ein wenig verzweifelt einen auf dem Parkplatz sein Auto reparierenden, rein optisch nicht wirklich vertrauenswürdigen, bulligen Einheimischen an. Er überlegt kurz und schildert mir dann äußerst freundlich - wie die Amis eben sind, den Weg zum Taget (Supermarkt) - allerdings entgegen unserer Fahrtrichtung. Mensch, wir hatten den auf dem Weg zum Walmart sogar gesehen! Also zurück. 

 

Dort angekommen fällt uns - immerhin noch rechtzeitig - ein, dass wir für Baby Samu ja auch noch einen Schlafplatz brauchen. Puh... Nichts scheint optimal. Dann fällt uns die Ablage neben unserem Bett ins Auge und wie es der Zufall will, passt eines der Sitzkissen dort genau drauf! Perfekt - das Bettchen für Samu ist gefunden! Es ist wirklich wie gemacht für ihn.

 

Im Target werden wir glücklicherweise dann auch noch fündig. Bettbezüge für  Samu und uns, Kissen, Decken, Windeln, Feuchttücher und vieles mehr. Was haben wir vorhin eigentlich eingekauft?! Egal, zum Glück ist uns nach unserem Shopping-Vergnügen nicht wirklich bewusst wie weit es noch ist. Sonst würden wir vermutlich sofort ein Hotel suchen, denn mittlerweile ist es schon nach 19 Uhr und die Sonne geht unter. Zeit für Samus Abendessen. Somit geht die Fahrt erst gegen 20 Uhr im Dunkeln weiter. Eigentlich wollten wir doch schon lange am Ziel sein. Doch da sind wir noch lange nicht....

19:12 Uhr: Sonnenuntergang auf dem Target-Parkplatz in Boulder.
19:12 Uhr: Sonnenuntergang auf dem Target-Parkplatz in Boulder.

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