Von Denver in den Rocky Mountain NP - die Wohnmobilübernahme

Mit Baby im Wohnmobil (k)eine gute Idee?

Cruise America, unseren Wohnmobilvermieter, erreichen wir nach einer knappen halben Stunde Fahrt. Wir sind überpünktlich und ein wenig aufgeregt. Gleich werden wir zum ersten Mal ein Wohnmobil fahren, ein sehr Großes: das C30 - mit fast 10 Metern Länge.

 

Nachdem alle Formalitäten erledigt sind erhalten wir einen zackigen aber ausführlichen Rundgang durch und um das Wohnmobil herum. Dann verlässt uns die Dame lächelnd und mir bleibt das Lächeln fast im Hals stecken, denn über die Hälfte von dem was sie erzählt hat, habe ich schon wieder vergessen. Hauptsache mein Mann erinnert sich heute Abend und die nächsten Tage noch daran!

 

Doch zunächst müssen wir noch die Babyschale sichern. Keine leichte Aufgabe, irgendwie passt die Schale nirgendwo richtig. Wir haben immer das Gefühl, dass sie zu locker sitzt. Nach langem hin und her und Festgezerre glauben wir eine Lösung gefunden zu haben. Jetzt kann es endlich losgehen! 

 

Unsere (Umweg-) Route von der Mietstation in den Rocky Mountain Nationalpark.
Unsere (Umweg-) Route von der Mietstation in den Rocky Mountain Nationalpark.

Erfreut, dass wir schneller als gedacht startklar sind machen wir uns auf den Weg. Knapp 110 Meilen (rund 175 Kilometer), also rund 2,5h Fahrt, bis zu unserem gebuchten Campingplatz im Rocky Mountain Nationalpark liegen nun vor uns. Einen kleiner Umweg, den Mietwagen am Flughafen abgeben, haben wir leider drin. 

 

Doch gleich nach wenigen Metern das erste - große - Hindernis. Zumindest für meinen Mann, denn der muss - da wir die Fahrtrichtung wechseln - das riesen Gefährt auf dem vierspurigen Federal Boulevard wenden. Bei einem Gefährt mit einem Wendekreis wie einem Panzer hat das Folgen. Schwerwiegende Folgen - wie ich im Rückspiegel beobachten kann. Mein Mann legt kurzerhand den kompletten Boulevard lahm, denn das Wohnmobil steht quer über die gesamte Fahrbahnbreite! Ein lautes Hubkonzert ertönt. Ich muss lachen, habe aber auch wirklich Mitleid mit meinem Mann der mit dem Wohnmobil kämpft. Nach mehrmaligem hin- und herrangieren gelingt die Kurve und es geht weiter. Aber nicht weit. Nach einigen hundert Metern sehe ich im Rückspiegel die Scheinwerfer meines Mann blinken. Verzweifelt winkt er hinter dem Lenkrad und fährt rechts ran - ich auch. Ohje, was ist jetzt?!

 

"Der schreit wie am Spieß", kommt mir mein Mann kopfschüttelnd und entnervt entgegen gelaufen. Diskutieren an einer achtspurigen Straße: ein Unding und so packen wir den Zwerg eben zu mir in den Mietwagen. Der Herausforderung, ein riesen Wohnmobil zu lenken und dabei ein schreiendes Baby im Ohr zu haben, ist mein Mann nach den paar Minuten verständlicherweise noch nicht gewachsen. Also schreit der Kleine erst einmal bei mir weiter. Danke. Ich versuche ihn mit lautem Singsang zu beruhigen. Das gelingt glücklicherweise, denn mittlerweile stehen wir im Stau. Stop and Go. Mehr Stop als Go. Ein schreiendes Baby wäre da selbst mir zu viel... 

 


Durch den Stau dauert es allerdings eine gefühlte Ewigkeit bis zur Mietwagenstation am Flughafen. Bis ich den Wagen abgegeben habe und anhand der bisherigen nervlichen Belastung für alle haben wir gefühlt bereits die Hälfte der Strecke zurückgelegt. In Wahrheit ist es aber grade einmal ein Fünftel. Und es ist schon über eine Stunde vergangen...

Der Blick auf Denver. Während unserer Wohnmobil-Abholung haben wir wenig Zeit diesen zu geniesen.
Der Blick auf Denver. Während unserer Wohnmobil-Abholung haben wir wenig Zeit diesen zu geniesen.

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