Von Denver in den Rocky Mountain Nationalpark - Teil 1

Los geht´s: mit Baby im Wohnmobil auf Tour!

 

Von Denver haben wir also nicht viel gesehen, dennoch freuen wir uns auf die Weiterreise. Cruise America, die Wohnmobilvermietung, erreichen wir nach einer knappen halben Stunde Fahrt. Auch wenn wir mehr als pünktlich und somit vor den verabredeten 13 Uhr da sind kümmert man sich sofort um uns. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind erhalten wir einen zackigen aber ausführlichen Wohnmobilrundgang. Als die Dame fertig ist habe ich jedoch schon wieder die Hälfte vergessen. Naja, Hauptsache mein Mann erinnert sich heute Abend und die nächsten Tage noch daran... .

 

Erfreut, dass wir nach gerade mal einer Stunde bereits startklar sind, machen wir uns auf den Weg. Knapp 110 Meilen (rund 175 Kilometer), also rund 2,5h Fahrt bis zum Campingplatz im Rocky Mountain Nationalpark liegen vor uns.  Um Nahrungsmittel und alles Nötige für die nächsten Tage einzukaufen ist ein Zwischenstopp in Boulder, nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke, eingeplant. Das sollten (und genau auf diesem Wort liegt die Betonung) wir ja alles locker in drei bis vier Stunden schaffen und somit am frühen Abend eintreffen... .

Sieht nicht weit aus. Die Reiseroute für den ersten Tag.
Sieht nicht weit aus. Die Reiseroute für den ersten Tag.

Zunächst müssen wir allerdings noch die Babyschale im Wohnmobil sichern. Keine leichte Aufgabe. Denn irgendwie passt der Sitz nirgendwo so richtig, bzw. wir haben immer das Gefühl, dass er zu locker ist. Nach langem hin und her kommt er auf die Seitenbank. Da wackelt er zwar bei einer Vollbremsung sicherlich ein wenig seitwärts, aber sonst scheint er fest zu sitzen. Jetzt müssen wir aber los! Endlich noch den Mietwagen am Flughafen abzugeben. 

 

Bereits das Wendemanöver auf dem vierspurigen Federal Boulevard stellt sich dann allerdings als Herausforderung dar. Nicht für mich, aber meinen Mann. Das knapp 10 Meter lange Wohnmobil hat einen Wendekreis wie ein Panzer. Im Rückspiegel beobachte ich wie mein Mann kurzerhand den kompletten Boulevard stilllegt als wir die Fahrtrichtung wechseln. Nach zweimaligem hin und herrangieren gelingt ihm die Wendung und die Einheimischen bedanken sich mit lauten Hubkonzert.

 

Aber wir kommen nicht weit. Nach einigen hundert Metern sehe ich im Rückspiegel die Scheinwerfer meines Mann blinken. Verzweifelt winket er und fährt rechts ran - so auch ich.

 

"Der schreit wie am Spieß", kommt mir mein Mann kopfschüttelnd und entnervt entgegen gelaufen, während die Autos nur so an uns vorbeidonnern. Kurzum entschließen wir uns Samu  eben bis zur Mietwagenstation zu mir zu packen.  Der Herausforderung, ein riesen Wohnmobil lenken und dabei ein schreiendes Baby kutschieren, dieser Herausforderung ist mein Mann nach den paar Minuten noch nicht gewachsen.

 

So schreit unser Sohn also erst einmal bei mir weiter. Mit meinem Singsang beruhige ich ihn aber recht schnell. Kaum auf die Interstate abgebogen: Stau. Stop and Go. Ich muss mich bei der Liederauswahl nun mächtig ins Zeug legen um den Zwerg ruhig zu halten. Dabei nerve ich mich mit meinem Gesinge, ein Gemisch aus Weihnachts-,Kinder- und Chartliedern, schon selbst. Doch dem Kleine scheint es zu gefallen und plötzlich ist er lammfromm und bleibt es auch. 

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir bei der Mietwagenabgabe an. Der Alamo-Typ staunt nicht schlecht als ich nicht zum Flughafen-Shuttle gehe, sondern mit Kind auf dem Arm und Handtasche einfach Richtung Ausgang schlendere. Da hat mein Mann nämlich tatsächlich ein paar Meter weiter ein Plätzchen gefunden um unseren Riesen zu parken. Gefühlt haben wir nun bereits die Hälfte der Strecke zurückgelegt. In Wahrheit grad einmal ein Fünftel. Und es ist schon über eine Stunde vergangen!

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