Der Säntis - das Erlebnis genießen

Ausblick auf sechs Länder

Der Säntis und wir... - eine (traurige) Geschichte:

Der Säntis stand schon lange auf unserer To-Do-Liste bei unseren Trips zum Bodensee. Doch nie wollte es was mit uns werden. Umso erfreuter waren wir, dass wir bei unserer Pressereise nach Sankt Gallen endlich die Möglichkeit bekamen den Säntis zu besuchen. Doch leider war es wie immer: während wir die Tage zuvor noch bei über 30 Grad und strahlendem Sonnenschein schwitzten, hangen am Tag des Säntis-Besuch dichte Wolken über dem Berg. Von unserem Zimmer - mit Säntis-Blick - im Hotel Säntispark war der Berg nicht einmal mehr zu sehen. Und als wir uns dann auf den Weg machten begann es auch noch zu regnen...

 

Säntis - der Berg:

Lage: Der Berg Säntis liegt in der Ostschweiz auf der Gemarkung von drei Kantonen: Sankt Gallen, Appenzell Außerrhoden und Appenzell Innerrhoden.

 

Anschrift:  9658 Schwende, Schweiz.

 

Höhe: 2.502 Meter

 

Der Säntis thront förmlich in einer wunderbaren Naturkulisse. Sein Gipfel ist von weither sichtbar und der höchste im Alpsteinmassiv.

Egal zu welcher Jahreszeit, es ist immer ein Erlebnis auf dem Gipfel des Säntis zu stehen.


Der (lange) Weg zum Säntis:

Die Anfahrt zum Säntis ist ein Erlebnis. Kleine Straßen durch winzige Ortschaften. Gefühlt begibt man sich in die hinterste Ecke der Schweiz. Wobei, gefühlt stimmt nicht so ganz: es ist irgendwie eine der "hintersten Ecken" der Schweiz. Denn am Säntis führt keine Straße vorbei. Auf dem Parkplatz an der Säntis-Schwebebahn endet sie.

Ein kleiner Abschnitt ist übrigens eine kurze Passstraße - Steinchräzeren - zur Schwägalp-Passhöhe hinauf. Wir konnten die einsame Landschaft etwas länger genießen, denn unserem Zwerg wurde etwas übel (er musste sich aber dank der Pause am Straßenrand nicht übergeben).  Immerhin erfreute das Begrüßungskommando neben dem Parkplatz: Ziegen.

 

Von St. Gallen aus benötigt man für die Fahrt zum Säntis gute 30 bis 45 Minuten.

Auf dem Säntis:

Die Gondel auf den Gipfel ist das gesamte Jahr über bei nahezu jedem Wetter in Betrieb. Alleine schon die fast zehnminütige Auffahrt ist ein Erlebnis: faszinierende Ausblicke auf die umliegende Landschaft, atemberaubende Ansichten der steilen Felswände und eine einmalige Fernsicht über den Bodensee (wohlgemerkt bei gutem Wetter). 

 

Oben angekommen warten zahlreiche Aussichtsplattformen und -hallen, Sonnenterrassen, zwei Panorama-Restaurants, eine Eventhalle und ein schöner Shop sowie natürlich einige Gipfelwege auf euch. 

 

Die Gipfelwege sind mit kleinen Kindern weniger geeignet, jedenfalls konnten wir keinen bei unserem Besuch in den Wolken ausmachen.  Dafür konnten wir den Ausblick vom Panorama-Restaurant bei leckerem Essen bestens genießen.


Toll sind auch die zahlreichen weiteren Aussichtspunkte und Plattformen von welchen man in alle Himmelsrichtungen blicken kann. Bei strahlendem Sonnenschein und guten Sichtverhältnissen kann man von hier auf bis zu sechs Länder blicken: Schweiz, Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Frankreich und Italien!

 

Wer übrigens auf die "verrückte" Idee kommt (um die Schwebebahn-Kosten zu sparen) mit kleinen Kindern den Säntis zu besteigen: vergesst es! Die Wanderung auf den Säntis hinauf dauert rund 3,5 bis 4 Stunden und ist definitiv nichts für Kleinkinder. Anfangs ist der Weg sehr steil, dann müssen teils schmale Pfade entlang gekraxelt und am Ende ein Klettersteige bezwungen werden.

 

Die Säntis-Schwebebahn im Wandel:

Wer einmal oben auf dem Säntis steht, kann kaum glauben, dass hier bereits 1846 eine einfache Bretterhütte und dann eine gemauerte Schutzhütte von Jakob Thörig gebaut wurde. Es nannte diese selbstbewusst "Grand Hotel Thörig" und empfing im ersten Jahr bereits 600 Gäste!

 

Natürlich wurde der Säntis dann Ziel vieler Projekte. 1886 entsanden die ersten Bahnprojekte für welche aber erst 1903 eine Konzession für eine Zahnradbahn erteilt wurde. Geplant war die Streckenführung Appenzell-Wasserauen-Meglisalp-Säntis. Doch dazu kam es nie, denn als die Bahnstrecke Appenzell-Wasserauen fertig gestellt war, ging das Geld aus und die Konzession erlosch.

 

So dauerte es bis 1933, bis mit dem Bau der ersten Säntis-Schwebebahn begonnen wurde. Zu dieser Zeit wurde auch eine Strasse von Urnäsch zur Schwägalp gebaut, damit möglichst viele Menschen in den Genuss des technischen Wunderwerks kommen konnten.

 

Nach nur zwei Jahren Bauzeit, am 31. Juli 1935, eröffnete die Säntis-Schwebebahn. Je 35 Passagiere konnten die beiden Kabinen damals befördern. Zehn Schweizer Franken kostete die Fahrt. 25 Jahre später wurde die Kapazität der Seilbahnkabinen auf 45 Personen vergrössert und die Fahrgeschwindigkeit erhöht.

Von nun an geht die Sänits-Schwebebahn stetig mit der Zeit. Bis 1976 entsteht beispielsweise eine völlig neue Schwebebahn mit Kabinen für 100 Personen. Die Talstation wird neu gebaut und auf dem Gipfel entsteht ein Mehrzweckgebäude mit modernen Restaurationsbetrieben und modernen Kommunikationsanlagen.

 

In den Jahren 1995 bis 1998 werden die Mehrzweckgebäude erweitert, die Aussichtsterrassen und Restaurants gebaut und die Sendeanlagen - welche erstmals 1883 auf den Gipfel kamen - vergrößert. Der nadelförmige Sendeturm mit einer Höhe von 123 Metern wird zum neuen Wahrzeichen des Säntis.

 

Bis heute werden regelmäßig Änderungen und Neuerungen auf dem Säntis und an der Schwebebahn vorgenommen.

 

Das "Mehr" am Säntis und nützliche Informationen:

Anfahrt / Parken: Die Schwägalp - von hier geht es auf den Säntis hinauf - ist ganzjährig mit dem PKW zu erreichen (es gibt einen Winterdienst). Ausreichend Parkplätze sind vorhanden.

Wer mit der Bahn anreist muss bis nach Urnäsch oder Nesslau fahren. Von hier geht es mit dem Postauto zur Talstation weiter.

Kosten (2019): 45,- CHF für Erwachsene, 22,50 CHF Kinder (6-16 Jahre). Die Preise verstehen sich für Berg- und Talfahrt. Es gibt Ermäßigungen für Karteninhaber wie der Bodensee Erlebniskarte.

Öffnungszeiten: Die Bergbahn ist nahezu ganzjährig täglich in Betrieb. Im Sommer meist von 7:30 bis 18 Uhr - die letzte Auffahrt erfolgt um 17:30 Uhr. Im Winter von 8:30 bis 17 Uhr - die letzte Auffahrt erfolgt um 16:30 Uhr. Bitte hier über den genauen Bahnbetrieb informieren.

Besuchsdauer: zwischen 1 bis 2 Stunden.

Sonderfahrten: Es gibt auch spezielle Fahrten wie Vollmond- oder Sonnenaufgangsfahrten. Zudem werden immer wieder Sonderfahrten in Kombination mit musikalischen oder kulinarischen Highlights (Sonntagsbuffets) auf den Säntis angeboten.

Kinderwagentauglich? Ja, aber nur in den Restaurantbereichen.



Pressereise/Offenlegung: Wir haben für den Asuflug auf den Säntis Freikarten erhalten. Dies hat unsere Darstellung des Säntis-Erlebnisses jedoch in keinster Weise beeinflusst.



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Kommentare: 1
  • #1

    Ina (Mittwoch, 28 November 2018 11:11)

    Klingt nach einem tollen Ausflug auch wenn das Wetter wohl nicht so toll war. Ich liebe ja Schwebebahnen, da merke ich mir das direkt mal , wenn es uns mal in diese Gegend verschlägt.

    Lg aus Norwegen
    Ina

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