Lesotho: Spendenaktion "Ein Apfel für Lesotho"

Als Harry potter Lesotho eroberte...

Bei unserer Spendenaktion "Ein Apfel für Lesotho" haben wir acht Familien in ihrem zu Hause besucht.

Fast der gesamte Spendenerlös kam den Bewohnern des Dorfes Molumong nahe Mokhotlong auf rund 2800 Metern zu.

Lediglich ein kleiner Teil der Spenden wurde vorab an Kinder auf der Straße in Lesotho verteilt.

Zwei Bücher wurden zudem an Kinder in Südafrika verteilt.

 

BITTE BEACHTEN:

Der Text wurde versehentlich nahezu komplett gelöscht! Wir arbeiten an einem neuen Text...

Allerdings ist dies nicht so einfach. Reproduktionen sind einfach nicht das Original! 

Alles was noch übrig ist und die mittlerweile wieder eingefügten Bilder findet ihr hier :-(

Update: 14.11. Der Text wächst wieder....

 

"Unsere" Spenden:

Eine der ersten Aktionen welche wir nach der Ankunft in Südafrika unternahmen: einkaufen - und zwar die Spenden. Wie angekündigt suchten wir den nächsten Buchladen auf und kauften jede Menge Bücher ein. Bücher für die ganz Kleinen, Bücher für größere Kinder, Malbücher, Stickerbücher, Bücher zum Lernen - alles querbeet. Außerdem kauften wir noch Malstifte (vorzüglich Holzmalstifte) und die wenigen Puzzle die wir im Laden finden konnten. Ihr könnte Euch vorstellen wie die Dame an der Kasse staunte. Bücher in der Menge verkauft sie sonst nicht.

 

Am Tag der Anreise nach Lesotho kauften wir dann noch einige Kilo Äpfel, Seifen, Zahnbürsten und Zahnpasta. Das alles war so mit unserer Kontaktperson in Lesotho abgesprochen und auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort abgestimmt.

Ein Teil der gekauften Bücher und Malsachen.
Ein Teil der gekauften Bücher und Malsachen.

Wieso keine Spielsachen für Lesotho?

Ich hatte ein paar wenige Babyspielsachen von Samu noch in der Tasche. Die Tasche voll Kinder-Kleidung die ebenfalls nach Lesotho mitkam. Spielsachen wollte ich nach langem nachdenken keine einpacken, aus zwei Gründen. 1.  Spielsachen fehlen nicht wirklich. Die Kinder in armen Ländern sind meist sehr kreativ und basteln sich ihre Spielsachen selbst. Das sollte nicht gänzlich unterbunden werden bzw. ein Konkurrenzkampf entstehen lassen. 2. Meist haben wir doch nur Zeugs aus Plastik. Plastik in einem armen Land ohne große Müllverwertung wie hier... das geht nicht gut und produziert nur unnötigen Müll. Ganz klar fiel daher die Entscheidung gegen jede Menge Spielsachen.

 

Das war letztendlich auch eine super Entscheidung, denn wir entdeckten vor Ort wirklich super kreatives Spielzeug UND wenig Müll - jedenfalls bisher. Je mehr Touristen in den nächsten Jahren vielleicht in der Region Einzug halten, umso eher könnte sich das ändern...

 

Die ersten Einblicke in das Leben in Lesotho:

Das Dorf Molumong in welchen wir waren und die Spenden "Ein Apfel für Lesotho" verteilten.
Das Dorf Molumong in welchen wir waren und die Spenden "Ein Apfel für Lesotho" verteilten.

Das erste Mal betraten wir ein Rondavel. Wir waren etwas... geschockt. "Das hier ist die Küche", sagte Mahopolang und deute auf die unterschiedlichsten Becher, Teller und Schüsseln die an der Wand standen. Daneben zwei große schwarze Töpfe. "Hier drin ist das Essen", erklärte sie weiter und dann zeigte die 20-Jährige auf den Boden auf dem wir standen: "Und hier machen wir dann Feuer zum kochen". Hier, mitten in der Hütte?!?! "Ja." Wow.... Auf der anderen Seite der "Küche" stand noch eine Art Bett - mit vielen alten Decken darüber. Auf Nachfrage stellte es sich aber nicht als Schlafbereich, sondern sozusagen als das Wohnzimmer also das Sofa,  heraus.

 

Wer ist Mahopolang?

Mahopolang ist eine Einheimische. Sie hatte uns bereits nach unserer Ankunft am Abend kurz begrüßt und führte uns durch das Dorf. Sie wurde am Morgen von unserer Vermieterin gebeten uns zu einigen Familien zu führen um unsere Aktion durchführen zu können. Ihr Englisch reichte gerade so damit wir uns wenigstens etwas verständigen konnten. 


Unser Rundgang durch das Dorf Molumong:

Die Spende kommt aus "Germany"?

Bei einer Familie verweilten wir etwas länger, denn hier sprach man ein wenig Englisch. Allerdings wurden wir erst einmal mit großem Schrecken aufgenommen. Der 2,5-jährige Junge rannte bei unserem Anblick heulend davon. Weiße Menschen! Das hatte er noch nie gesehen! Er beäugte uns sehr sehr misstrauisch. Wir komische Gestalten aber auch...

 

Die Oma hingegen konnte es kaum fassen, dass wir einfach so Bücher, Seifen, Äpfel und co. verschenkten. Sie dankte uns unentwegt und wollte wissen wo wir herkommen. Germany? Sie lächelte freundlich, aber es sagte ihr nichts. Das sah man ihr an. Europe? Eventuell hatte sie nun eine Richtung im Kopf, aber so ganz war ihr immer noch nicht klar wo wir denn herkamen. Ein"about 10.000 Kilometers away" hingegen bewegte sie zum erstaunten Kopfnicken. Wow! Von so weit her waren wir also gekommen und verschenkten Sachen. Sie fand es großartig. Und das freute uns auch sehr solch eine Begeisterung auszulösen.


Harry... wer? Harry Potter in Lesotho...

Es war das letzte Rondavel welches wir betraten. Die Frau erledigte gerade den Abwasch. Ein einfacher Zuber gefüllt mit Wasser stand vor ihr. Sie wusch Tassen aus. Sie habe vier Kinder, berichtete sie uns. Alle bis auf eins über zehn Jahre alt. So kümmerte sich der Älteste, während unserer Anwesenheit, beispielsweise um die Ziegen draußen vor der Hütte.

 

Die perfekte Familie um unser Harry Potter Buch abzugeben. Sie war erstaunt über das Buch und fragte worum es denn handelt. Wir erzählten ihr ein wenig von Harry Potter. Harry? Von dem habe sie noch nie gehört. Auch Mahopolang schüttelte den Kopf. Bis hierher war der Hype um Joanne K. Rowling und ihrem kleinen Zauberlehrling also nicht vorgedrungen. Wir erzählten weiter, welche große Bekanntheit jene Bücher bei uns und weltweit haben.

 

Mit Respekt legte sie das Buch beiseite und bedankte sich vielmals, dass nun ihre Söhne dies lesen können. Dann zeigte sie uns noch das Brot welches sie gerade am Backen war. Schade, dass es noch nicht fertig war, sehr gerne hätten wir es probiert.


Und dann war leider auch schon der Zeitpunkt gekommen, an welchem wir uns von unserem letzten Haus verabschiedeten und wieder zurück zu unserer Unterkunft machten.  Für unseren Zwerg gab es mal wieder eine herzliche Umarmung und für uns die allerbesten Wünsche für die Zukunft.

 

Weitere Eindrücke aus Molumong....

Unser Fazit:

All unsere Sorgen waren umsonst! Die Bewohner haben sich sehr über unseren Besuch gefreut, waren überrascht, erstaunt und sehr interessiert. Die Menschen direkt zu Hause zu besuchen war die beste Idee. Gerne hätten wir uns auch länger und intensiver mit allen unterhalten, das war aufgrund der nicht vorhandenen oder nur sehr schlechten Englischkenntnisse aber leider nicht möglich.

 

Mittlerweile haben uns schon drei Nachrichten aus Lesotho erhalten, dass dies wirklich eine tolle Aktion war und es die Bewohner sehr gefreut habe. Wir überlegen, ob wir in irgendeiner Weise für weitere Freude sorgen können.

 

Herzlichsten Dank an alle Spender(innen)!

Ohne Euch wäre diese Aktion nicht in diesem - großen - Ausmaß möglich gewesen.


Wichtig - zur InfO!

Verteilt, aber kaum fotografiert?!

Wir haben sehr wenige Bilder gemacht. Vor allem in den Hütten. Jetzt fragt Ihr Euch wahrscheinlich "Warum nur ???"

Wir wissen, dass Ihr sicherlich sehr gerne Einblicke in die Hütten erhalten hättet, aber das fanden wir nicht angemessen. Wir wollten nicht wie Schaulustige oder die großen Spender in die Hütten kommen, ein paar Äpfel, Bücher und Seifen verteilen und dafür alles dokumentieren.

Wir wollten so viel wie möglich über das Leben und die Personen die hier wohnen erfahren und Ihnen mit den Dingen, die wir dank Eurer Spenden kaufen konnten, eine kleine Freude bereiten! Wir sind respektvoll miteinander umgegangen.

Wir hoffen, dass Ihr genügend Vorstellungskraft besitzt Euch solch eine ärmliche Hütte von Innen vorzustellen. Nochmals kurz gesagt: es ist dunkel und kaum etwas drin.

Natürlich haben wir die Leute zwecks Foto stets vorab gefragt, allerdings sind wir auch hier der Meinung, dass die Menschen sich nicht vorstellen können was es heißt auf einem Blog oder Facebook zu erscheinen.

Wir hoffen Ihr versteht daher dieses Vorgehen und danken Euch!

Das Dorf in dem wir verteilt haben:



Weitere Berichte über Lesotho:

Unser Spendenaufruf:


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