Bilbao - perfekt für einen Städtetrip mit Kleinkind

Spielplätze En masse

Bilbao hat auf uns nicht nur den Eindruck einer sehr authentischen Stadt gemacht, sondern erscheint auch ziemlich familienfreundlich.

Ich habe bisher noch keine Stadt kennen gelernt die eine solche Vielzahl von sauberen, schönen und 

vor allem auch für Kinder aller Altersklassen ausgelegte Spielplätze aufweist.

Wer testen möchte ob ein Städtetrip mit Kleinkind funktioniert, kann mit Bilbao nichts falsch machen.

 

Der perfekte Städtetrip für´s Kleinkind

Ein richtig (Klein-)kindgerechter Städtetrip - gibt´s das? Bevor ich Bilbao nicht kannte, war ich der Überzeugung, dass sich ein Städtetrip und das was die meisten als kindgerecht bezeichnen nicht wirklich super vereinen lassen. Klar, Spielplätze lassen sich in jeder Großstadt auftreiben, aber ganz ehrlich wollt Ihr beispielsweise in Rom irgendwo abseits auf einem Spielplatz rumhängen und deshalb zu wenig Zeit für die Stadtbesichtigung haben? Nein, wahrscheinlich nicht. Eine Stadt anschauen ist nun einmal eher mit viel laufen, fahren und anschauen verbunden. Anschauen von Dingen die Kleinkinder eben nicht interessieren. Bisher hatten wir zwar egal ob in Lissabon oder Ulm dennoch viel Freude dabei gehabt, trotzdem weiß ich nun wie ein optimaler Städtetrip mit Kleinkind aussehen kann. In Bilbao ist dies nämlich ganz entspannt möglich. Vor allem für Kinder ab dem Kindergartenalter offenbart sich in Bilbao ein reines Spieleparadies, aber auch für die Eltern bleibt es interessant. Wieso, das erzähle ich Euch jetzt:

1. Das "Can See" - Sightseeing

Zunächst einmal ist die Hauptstadt der Provinz Bizkaia, wie ich bereits in meinem Blogpost "Gedankengänge zu Bilbao" erwähnt habe, eine Stadt die nicht mit dutzenden Sehenswürdigkeiten - den "Must See" prahlt. Wer nach Bilbao kommt hat keine Liste von Attraktionen welche er abhaken möchte. Die größte Stadt der autonomen Gemeinschaft Baskenland überzeugt durch seine Authentizität. Durch sein wahres, natürliches „Ich.“ Ich hatte es bereits "Can see"-Sightseeing genannt. Nichts muss man gesehen haben, aber alles kann man entspannt anschauen..

Und genau dies macht es für Familien auch so entspannt Bilbao zu besuchen. Ihr könnt mit euren Kleinen einfach in den Tag starten und diesen auf euch zukommen lassen. Ihr werdet nichts verpassen, denn egal was ihr macht, ihr werdet Bilbao so kennen lernen wie es ist. Echt und unverfälscht.


2. Promenaden und eine autofreie Altstadt

Ist es nicht so, dass bei einem Städtetrip das Kleinkind meist in den Kinderwagen oder die Kindertrage muss, weil man es an (viel-) befahrenen Straßen oder auf schmalen Fußgängerwegen einfach nicht frei laufen lassen kann?! In Bilbao trifft das kaum zu. In Bilbao kann das Kleinkind die Stadt selbst erkunden.

Die Altstadt mit seinen vielen kleinen Gassen ist komplett autofrei. Hier kann das Kleine frei laufen und man muss als Eltern auch keine Angst haben, dass dem Nachwuchs irgendetwas passieren könnte. Das macht es für Eltern mit Kleinkindern die gerne laufen möchten viel einfacher.

Ebenfalls gut sind die breiten Gehwege bzw. die breite Promenade am Fluss Bilbao entlang. Auch hier kann das Kind, selbst wenn es noch kein perfekter Läufer ist, alleine laufen. Die Wege sind wirklich sehr breit und die Angst das Kind könnte in den Fluss stürzen verfolgt einen hier nicht ständig.

Zuletzt schmücken selbst die Hauptstraße mit den Geschäften breite Gehwege. Auch hier könnte das Kleinkind selbst laufen.


3. Tolle Spielplätze alle hundert Meter

Bisher habe ich mich noch nicht für Spielplätze, schon gar nicht auf Reisen interessiert, doch das hat sich in Bilbao schlagartig geändert. Nicht nur, weil in der Stadt am Golf von Biskaya wirkliche alle paar hundert Meter ein Spielplatz zu finden ist, sondern, weil diese auch allesamt unglaublich schön sind. Sauber und für alle Altersklassen gemacht. Auf wirklich jedem Spielplatz (auf dem wir waren) gibt es Spielgeräte für Kleinkinder, sowie auch für größere Kinder. Super daran hat mir und vor allem auch unserem kleinen Mann der Bodenbelag der Spielplätze gefallen. Kein Sand, kein Rindenmulch, kein unebener Boden. In Bilbao werden alle Plätze von weichen, farbigen, abfedernden Gummiböden geschmückt. (Leider weiß ich nicht wie die Böden heißen.) Vor allem für Kinder die noch nicht perfekt laufen ist das super. Samu selbst habe ich noch nie so rumtollen sehen wie in Bilbao. Er hat es sichtlich genossen auch mal über den Platz rennen zu können. Bei uns macht er dies aufgrund des Sandes bzw. Rindenmulches nie. 

Allgemein war die Atmosphäre auf den Plätzen auch toll. Deutlich entspannter als bei uns. Hier gab es kein "Gegeneinander" sondern nur ein "Miteinander". Ok, vielleicht lag das auch mit daran, dass unser Spanisch unterirdisch ist, aber dennoch kam man mit Händen und Füßen auch ins "Gespräch". Aber alle Eltern schienen ein Auge auf alle Kinder zu haben. Und wir haben hier keine Streitereien, Gezicke, Gehaue oder sonst etwas erlebt.

(Es sei dazu gesagt, dass ich in diesem Jahr mittlerweile definitiv mehr Stunden auf den Spielplätzen in Bilbao verbracht habe als in Deutschland.)

Die Spielplätze in Bilbao:


Wäre Bilbao ein Reiseziel für Euch (als Familie) ?  Was würdet Ihr in Bilbao vermissen?

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Regina von dastoa (Sonntag, 02 April 2017 20:44)

    Hi Mel,
    das hört sich wirklich nach einem gelungenen Familienausflug an. Sehr beeindruckend.
    Die Spielplätze würde ich auch gerne auf meiner Karte integrieren mit Verweis auf deinen Bericht.

    LG Regina

  • #2

    Kind im Gepäck (Sonntag, 02 April 2017 23:16)

    Hallo Regina,
    vielen lieben Dank! Ja, es war ein gelungener Trip.
    Sehr gerne - darfst du die Karte verlinken.
    Liebe Grüße von uns 3

  • #3

    Jenny (Dienstag, 11 April 2017 01:02)

    Der Bodenbelag heißt Tartan :-) In Asien und wahrscheinlich auch im Rest der Welt sind viele Spielplätze so ausgelegt. Sand oder Mulch erscheinen mir eher als die typisch deutsche Ausnahme ;-)

    LG
    Jenny

  • #4

    Kind im Gepäck (Dienstag, 11 April 2017 14:23)

    Liebe Jenny,

    echt? Tartan? Ist das nicht härter? Naja, egal, habe jedenfalls mittlerweile herausgefunden, dass viele Firmen das Fallschutzplatten nennen ;-) Deutschland, Schweiz und wahrscheinlich noch Österreich - wieder typisch. Aber was soll´s ;-)!

    Danke und Grüße
    Mel, Samu & Rolf

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