Das Kind im Gepäck

 

Das "Kind im Gepäck" hat einen Namen: Samu. Um ihn geht es hier ja eigentlich. Er ist seit seiner Geburt das Kind im Gepäck von seinen vielleicht leicht verrückten Eltern.  Aber er scheint sehr gerne ein mitreisendes Gepäckstück zu sein - jedenfalls bis jetzt noch. Aber lassen wir ihn selbst erzählen...

 

Der Reisende

 

Ich erblickte im April 2015 zunächst das Licht des Frauenklinikums in Stuttgart. Zum Schreien - kaum da und schon starrten einen keine Ahnung mehr wie viel Gesichter an. Da wollte ich das erste mal weg. Weg von diesem komischen Ort. Auf dem Zimmer mit Mama war´s auch nicht viel besser, aber wenigstens etwas. Ich glaube da packte mich das erste Mal das Reisefieber.... Nach drei Tagen ging der Wunsch in Erfüllung und ich schnappte erstmals frische Luft (wenn man die in Stuttgart bei all dem Feinstaub so nennen kann). Zu Hause erkundeten wir erst einmal die nahe Umgebung, dann die etwas Weitere.

 

Mit etwa acht Wochen gab´s den allerersten Ausflug. Drei Tage Bodensee. Das war super. Mal etwas ganz anderes und vor allem trafen wir auch viele interessante und nette Leute unterwegs. Das gefiel mir echt total. Vor allem die Damen... da komm ich gleich noch etwas genauer drauf.

 

Mit 3,5 Monaten (Ende Juli 2015) überquerte ich erstmals eine Grenze - als so eine richtige, nicht die nervliche meiner Mutter. Für ein verlängertes Wochenende fuhren wir nach Samnaun (Schweiz). Nur sechs Wochen später (Mitte September) packten meine Eltern - hauptsächlich Mama - wieder. Mit dem Flugzeug ging es in die USA: 3,5 Wochen Rundreise. Das war schon eine sehr eindrucksvolle Sache. Mit 8,5 Monaten fand ich mich nach einer längeren Autofahrt abermals in Samnaun und lernte den Schnee kennen. Ehrlich gesagt, war der mir damals zu kalt.... Aber egal, Samnaun ist echt nett. Kurz nach meinem 1. Geburtstag flogen wir nach Kapstadt (Südafrika). Drei Wochen verbrachten wir dort eine wunderbare Zeit. Die Leute waren so toll, da würde ich wieder hingehen. Doch zuletzt verschlug es mich mit 16 Monaten abermals auf amerikanischem Boden.

 

Jetzt gerade sind wir daheim und ich bin gespannt, was meine Eltern als nächstes planen....

 

Der Charmeur

 

Meine Mutter würde nun schreiben: "Reisen erweitert den Horizont. Definitiv auch den eines Baby oder Kleinkindes." Blablabla.... Klaro, bringt mir das ganze rumgereise meiner Eltern etwas! Nämlich - ich lerne haufenweise anderer Menschen kennen! Das ist total toll so unter den verschiedensten Menschen zu sein. Vor allem treffe ich natürlich auch auf ganz viele Omas (und Opas, aber die flippen ja meist nicht so aus wenn sie ein süßes Kleinkind wie mich sehen).  Die muss ich nur ein klein wenig anlächeln und schon bleiben sie stehen. Und wenn ich dann noch ein klein wenig mit meinen Augen spiele, die Mundwinkel noch zu einem breiteren Lächeln verziehe, dann merke ich regelrecht wie deren Herz dahinschmelzt. Hach, das ist so nett wie die dann alle kucken.... Manchmal könnte ich das stundenlang machen. Ok, hin und wieder trifft man auch auf ein paar schwerer zu überzeugende Exemplare, aber spätestens meinen coolen Grimassen kann eigentlich kaum einer Stand halten. Ich versuche da stets ein wenig zu variieren, denn nicht bei allen kommt alles gleichermaßen gut an. Kurzum, es ist ein Heidenspaß so eine Reise mit alle den Menschen. 

 

Meist kann ich gleich am Flughafen loslegen und mit den Sicherheitsdamen flirten. Die sind ganz leicht rumzukriegen. Einmal gelacht und die Augen aufgerissen und schon hab ich sie. Aber auch im Hotel am Empfang oder bei der Autovermietung kann man das Lächeln ganz geschickt einsetzen. Super sind natürlich Restaurants oder Essensbereiche im Hotel. Da gibt´s soooo eine große Auswahl an "Opfern". Da kann ich oftmals frei wählen. Und manchmal kommen die auch ohne dass man etwas tut auf einen zu. Das ist natürlich ganz easy dann. Gerade in Südafrika sind die Menschen so aufgeschlossen, das ist unglaublich. Da musste ich ja fast gar nichts machen und schon bewunderten mich alle. Aber auch in den USA läuft das ganz gut. Gerade in Supermärkten hat man dort tolle Chancen Flirtwillige zu finden. In Deutschland ist das leider etwas schwerer.... Aber was soll´s meine Eltern werden sicherlich bald wieder auf Reisen gehen und dann kann ich wieder richtig loslegen und bin total in meinem Element.

 

Schaut auch mal bei Mama und Papa vorbei:

 

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