Ist eine (Stadt-) Führung mit Kleinkind machbar?

In der Gruppe mit Kind unterwegs

Großstädte bieten mittlerweile spezielle Stadtführungen für Kinder an oder haben diverse Sightseeing-Angebote um eine Stadt den Kindern interessant und spannend genug zu zeigen. Doch für Kleinkinder sind diese Angebote noch nicht. Was den Eltern bleibt ist eine normale Stadtführung mit dem kleinen Kind mitzumachen. Doch ist das ratsam? Auf was sollte geachtet werden und wie klappt das?

 

Warum eine Stadtführung machen?

Die Frage ob man eine Stadtführung mitmachen soll stellt sich sicherlich immer wieder. Zum einen weil man eben doch Interessantes und Spannendes erfährt was nicht in jedem Guide steht, die Touren oftmals mit lustigen Side-Facts gespickt sind oder weil man vielleicht nicht viel Zeit hat und mit einer Sightseeing-Tour die Highlights einer Stadt nicht verpasst. Zum anderen werden an manchen Orten sogar kostenlose Rundgänge durch die City angeboten. Wieso sollte man diese also nicht nutzen?! Schließlich lässt eine (gute) Stadtführung einen Ort noch lebendiger und greifbarer wirken.

 

Ruhig sein in der Kirche. Nicht immer leicht für Kleinkinder.
Ruhig sein in der Kirche. Nicht immer leicht für Kleinkinder.

Die Nachteile einer Stadtführung mit Kleinkind:

Die Contras liegen sofort auf der Hand. Mit Kleinkind in einer Gruppe von Menschen unterwegs zu sein ist generell nicht unbedingt einfach. Die Kleinen sind von den vielen Menschen einfach ständig abgelenkt und kommen kaum zur Ruhe. Zudem dauert eine Stadtführung meist rund 90 bis 120 Minuten. Das kann für die Kleinen eine sehr lange - langweilige - Zeit werden, in welcher sie sich ruhig verhalten müssen.

 

Andererseits ist diese Zeit wiederum sehr beschränkt um eine Stadt kennen zu lernen. Das Tempo um von Sehenswertem zu Sehenswertem zu gelangen ist daher eher hoch. Rumtrödeln, unnötiges stehen bleiben oder gar eine Pause einlegen - das geht nicht. Die Besichtigung der Stadt findet also in einem strickt vorgegebenen Zeitrahmen statt.

 


Unsere Erfahrungen von (Stadt-) Führungen mit Kleinkind:

Wir haben bisher drei Führungen mit Kleinkind unternommen. Es ist wie immer mit Kind: man weiß nie wie es kommt! 

Aber es kommt - natürlich auch wie immer - sehr auf den Guide an. Führer(innen) welche mit Kindern einigermaßen gut klar kommen und keine Scheu zeigen die Zwerge gegebenenfalls einfach mal kurzerhand in das Programm mit einzubauen, sind natürlich deutlich im Vorteil. Sie ziehen zwar ihr Programm durch, lassen die Kleinen aber auch nicht außen vor und integrieren das Kind, so dass es auch für den Rest der Gruppe spannend bleibt.

Mit der Minimeis lässt sich die Stadt ganz bequem auf den Schultern erkunden.
Mit der Minimeis lässt sich die Stadt ganz bequem auf den Schultern erkunden.

Unsere Führungen haben immer gut funktioniert. Da unser Zwerg sehr offen ist hat das mit einer Gruppe auch gut harmoniert. Er fühlte sich wohl und zeigte sich oftmals auch sehr interessiert.

 

Andererseits wollte auch er natürlich keine zwei Stunden ruhig sein, nur im Buggy sitzen oder nur laufen. Zum einen wurde dieses Problem mit der Minimeis-Schultertrage* ganz gut gelöst. So konnte er wann immer er wollte gemütlich auf den Schultern sitzen, war mittendrin und hatte dabei sogar noch den besten Ausblick. Dank der Minimeis ist das Kind auf den Schultern gesichert und auch für den Träger ist es ein angenehmeres Gefühl als ohne Trage.

 

Zum anderen haben wir uns an Stellen, welche den einen oder anderen eben nicht so interessiert haben, gerne mit der Kinderbetreuung abgewechselt. Einer ist dann mit Kind ein wenig abseits der Gruppe gewesen und hat sich mit ihm entsprechend beschäftigt. 

 


Fazit von Stadtführungen mit kleinen Kindern:

Alles in allem ging die Zeit während den Stadtführungen immer sehr schnell rum und es funktionierte gut. Natürlich muss man sich im Klaren sein, dass man selbst phasenweise etwas von der Stadtführung verpasst. Sei es, weil man den kleinen Zwergen hinter rennen muss, oder sei es weil sie unruhig sind und man sie nebenher ablenken muss.

 

Es ist eben so, dass eine Stadtführung mit Kind immer die doppelte Konzentration verlangt. Ein Auge auf das Kind und eines auf die Stadtführung. Zugegeben, keine ganz leichte Aufgabe, aber machbar und auch interessant. Wer in einer "passenden" Gruppe unterwegs ist, für den ist eine Stadtführung mit Kleinkind sicherlich eine gute Option. Wer jedoch wirklich alle Details einer Stadtführung erleben will, der sollte diese dann doch besser ohne Kind unternehmen.

Unsere 10 Tipps für Führungen mit Kids:

  • wenn möglich vorab den Guides Bescheid geben
  • sich und das Kind ganz kurz der Gruppe vorstellen
  • das Kind in die Gruppe integrieren und aktiv teilhaben lassen
  • wenn das Kind unruhig ist oder quengelt die Gruppe kurz verlassen
  • ausreichend Trinken und kleine (gesunde) Snacks dabei haben
  • Lieblingsspielzeug oder -kuscheltier zur Ablenkung mitnehmen
  • bei Besichtigungen den Kids etwas für sie Interessantes zeigen
  • evtl. ein kleines "Spiel" aus der Führung machen
  • "passende" Führungen heraussuchen (nicht unbedingt die "ruhige" Bibliotheken-Tour)
  • Führungen nicht zu "Quengel"-Zeiten der Kinder planen (bspw. nach langer Fahrt)


Offenlegung: Wir haben die Minimeis-Schultertrage kostenlos erhalten um diese bei unseren Städtetrips zu testen.


Tolle Städtereisen mit Kleinkind:


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