Lesotho verändert: um die Welt zu dir selbst!

Das Leben Bewusster Genießen

Igor vom Blog "7 Kontinente" hat ein tolles Projekt ins Leben gerufen. Es heißt: um die Welt zu dir selbst!

Blogger berichten dabei, wie ein bestimmtes Land sie ganz besonders beeinflusst oder gar verändert hat.

Da war mir klar: ich muss mitmachen, mit Lesotho, denn jetzt - neun Wochen nach unserer kurzen Lesotho-Reise - kann ich sagen:

Lesotho hat mich definitiv nachhaltig beeinflusst!

 

Zurück im Alltag: wie verarbeite ich die Eindrücke der Reise?

Jeder Reisende kennt das Problem. Vor allem nach längeren (Fern-) Reisen oder Reisen bei denen man intensiven Kontakt mit Einheimischen hatte, tut man sich oftmals richtig schwer wieder in den Alltag zu finden. Ich hatte das Problem dieses Mal sogar schon in Südafrika. Nach Lesotho, nach mehreren Tagen im Nationalpark und dem intensiven Kontakt mit Einheimischen war es ungewohnt in dem kleinen, aber ziemlich touristischen Ort Umdloti nördlich von Durban in einem Haus mit Putzfrau zu leben. Überall Weiße. Überall Luxus. Nur wenige Autominuten entfernt: Slums. Armut.

 

Zurück in Deutschland beschäftigte mich das weiter. Wie eingangs erwähnt nicht ungewöhnlich. Meist überwindet man die Phase. Die Eindrücke verschwimmen langsam, ja oftmals verdrängt man sie und das normale Leben geht wieder weiter. Sicherlich eine ganz natürliche und gewöhnliche "Schutzfunktion" des menschlichen Gehirns. Doch dieses Mal wurde mein Gehirn wohl falsch programmiert: nichts wurde verdrängt oder verschwindet langsam. Die Erlebnisse haben sich nachhaltig bei mir verankert. Sie beeinflussen mich... 

 

Das hat Lesotho bei mir verändert:

Bereits kurz nach dem Lesotho-Aufenthalt habe ich mir vorgenommen kleine, alltägliche Dinge mehr zu schätzen. Und das mache ich wirklich! Zugegeben, manchmal fällt es schwer oder es gerät fast in Vergessenheit, aber innerhalb weniger Sekunden ist die Erinnerung wieder da. Verbildlicht: vergesse ich etwas zu "würdigen" erscheint ein kleines Männchen auf meinen Schultern, schüttelt den Kopf und warnt mich: "so geht´s aber nicht!"

 

So extrem ist es nicht, aber ich habe wirklich gelernt Kleinigkeiten (für mich/uns) mehr zu genießen! Ein paar Beispiele gefällig - hier kommen zwei:.

  1. Kaba vom Schnellimbis: Letztens hatte ich nach einem Arbeitstermin total Lust auf eine heiße Schokolade. Da ein bekanntes Schnellrestaurant direkt auf dem Weg liegt habe ich angehalten. Es mag komisch klingen, aber ich habe mir wirklich dabei gedacht: kann ich mich nicht mega glücklich schätzen, dass ich das jetzt tun kann?! Ich habe die heiße Schokolade Schluck für Schluck einfach nur so richtig genossen...
  2. Kurz mit dem Auto einkaufen: abends noch Lust auf etwas Schokoladiges? Kann mal vorkommen. Also schnell ins Auto geschwungen und mal eben zum Supermarkt gedüst. Undenkbar in Lesotho und wahnsinnig vielen andern Ländern der Welt. Das dachte ich mir auch als ich vor wenigen Wochen um 21:30 Uhr durch die Regale schlenderte. Ganz schnell wurde mir wieder bewusst, wie gut es uns hier geht. Wie dankbar kann ich sein!

Außerdem versuche ich alles etwas entspannter und mit einem Lächeln zu sehen. Was bringt es, wenn ich mich nun fürchterlich aufrege? Die Situation ändert sich nicht. Ich versuche also mehr das Positive darin zu sehen. Natürlich heißt das nicht, dass wir uns alles schönreden sollen. Definitiv nicht! Aber manchmal hilft es relaxt zu bleiben. Ich beame mich dann immer gedanklich kurz nach Lesotho zurück und dann, ganz schnell, ist die Situation gar nicht mehr so schlimm, sondern hat auch etwas Gutes.

 

Und was ändert das jetzt?

Der erste Einwand der nun kommen mag: "Und was bringt es nun, wenn du ehrfürchtig Schokolade einkaufen gehst oder deinen Kaba dankbar genießt? Den anderen Menschen geht es trotzdem nicht besser deshalb." Richtig - tut es nicht! Nur weil ich dankbar und in vollen Zügen meine Schokolade genieße, werden die Kinder in Lesotho nicht weniger hungern. NEIN. Leider nicht. Aber das ist ja auch nicht der Punkt!

 

Ist es nicht so, dass wir selbst manche - alltäglichen - Dinge wieder mehr schätzen sollten?

Ist es nicht so, dass wir unseren Kinder einen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln beibringen sollten?

Ist es nicht so, dass wir uns glücklich in unserer Lage, in unserem Land, schätzen können?

Ist doch so!

 

Mein Tipp: was es ändert!

Ich kann Euch verraten: ein bischen mehr Respekt gegenüber manchen Dingen macht viel glücklicher und zufriedener. Auch sich einfach mal über die kleinen Dinge zu freuen kann den Tag viel wertvoller machen. Alleine deshalb kann ich Euch nur empfehlen: genießt das Leben mehr! Seid glücklicher - auch einfach mal über ein Stück Schokolade. 

Wer einmal die Kinder in Lesotho gesehen hat, wie sie sich über einen Apfel freuen, der weiß genau was ich meine. Und wer es sehen will, kann das im Beitrag Lesotho - stolz und einmalig und in unserem Spendenbeitrag: Ein Apfel für Lesotho ein wenig nachlesen.

 

Lesotho hat mich jedenfalls verändert und ich bin sehr froh darüber mein Leben nun wieder ein kleines Stückchen mehr wertschätzen zu können


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