Pleiten, Pech und Pannen nahe Kapstadt

Kein Campground für die Nacht

Heute erzählen wir - Kind im Gepäck...

Uns gibt es ziemlich genau ein Jahr. Ich, die Mama, habe den Blog angefangen um wieder etwas Sinnvolles zu tun, nachdem meine eigentliche Arbeit leider nicht wie geplant weiter ging. Seitdem blogge ich über unsere Reisen, gebe Tipps und informiere. Neben Städtetrips liegt unser Hauptaugenmerk auf Fernreisen nach Südafrika und in die USA.

 

Heute erzählen wir Euch eine Geschichte die uns am Ende unsere Woche mit dem Wohnmobil vergangenes Jahr nahe Kapstadt passierte.

Kind im Gepäck auf dem Tafelberg in Kapstadt
Kind im Gepäck auf dem Tafelberg in Kapstadt

Ein laaanger Tag beginnt...

Bestens gelaunt hatten wir am Mittag den Bontebok Nationalpark verlassen. Es lagen nur knapp 200 Kilometer bis zu unserem Campingplatz "Kogel Bay" an der False Bay vor uns. Doch die Strecke zog sich. Das störte uns allerdings erst einmal nicht. Hatten wir an dem Tag ja sonst nichts geplant...

 

Vor dem Campingplatz kauften wir in Kleinmond noch schnell ein paar Würstchen für den letzten Abend am Lagerfeuer. Dann ging es weiter. Das Wetter wurde immer schlechter, aber auch das störte uns nicht und während das Wohnmobil sich gemächlich im Wind hin und her und hin und her bewegte, erreichten wir am späten Nachmittag nach gut drei Stunden Fahrt endlich den Campingplatz. Juhuuu!

 

Unser Campingplatz im Bontebok Nationalpark
Unser Campingplatz im Bontebok Nationalpark

Kein Einlass für uns

Zu früh gefreut. Man gewährte uns keinen Einlass auf den Campingplatz. Wieso? Weil wir keine Reservierung hatten! Natürlich hatte ich vorab versucht zu reservieren. Vergebens. Keines meiner ca. zehn Telefonate wurde angenommen. Ich hatte auf die Mailbox gesprochen, mailadresse und Telefonnummer hinterlassen. Nichts, keine Reaktion. Ich hatte es per Email über Kapstadt und die Tourismus-Information versucht. Nichts. Immer hatte man mich darauf verwiesen, man sei nicht zuständig und ich müsse es per Telefon versuchen. Nunja, so standen wir also hier, ohne Reservierung in der Hand vor einem fast leeren Campingplatz und das Tor blieb verschlossen.

 

Kein Problem erklärte man uns jedoch mit Händen und Füßen, wir sollten einfach nach Gordon´s Bay fahren dort würden wir reservieren können. Dafür würden wir keine 30 Minuten brauchen. Na dann! Wir machten uns auf den Weg nach Gordon´s Bay....


Keiner ist zuständig

Es dauerte ganze 40 Minuten bis wir Gordon´s Bay erreichten. Und dann, wo sollten wir eigentlich hin? Wir hatten gehofft eine Touristen-Information vorzufinden, doch nichts. Wir fuhren etliche Straßen auf und ab und suchten nach einer Informationsstelle. Nichts. Wir fragten Bewohner. Achselzucken. Letztendlich war insgesamt schon über eine Stunde vergangen, der Sturm wurde immer stärker und unsere Nerven kurz vor dem Zerreißen.  

 

Da entdeckte ich unseren letzten Lichtblick: eine Polizeistation. Hier müsste man uns doch irgendwie weiterhelfen. Nach mehrmaligem Klingeln und einigen Minuten Wartezeit wurde Rolf Einlass gewährt. Ich bespaßte Samu im Wohnmobil, als sich plötzlich das Wohnmobil in Bewegung setzte!!!

 

Die Sache kommt ins Rollen...

Die Polizeistation war an einem Hang und wir rollten rückwärts! Jackie Chan-mäßig hechtete ich nach vorne und riss die Handbremse hoch. Sie hatte sich irgendwie gelockert. Schweißperlen. Glück gehabt. Ich blieb auf dem Fahrersitz sitzen. Ich hatte kein Vertrauen mehr in die Bremsfunktion.

 

Während Samu hinten spielte, blickte ich, immer bereit zu bremsen, auf die Uhr. Gut 15 Minuten war Rolf nun schon weg. Ob bei ihm wohl alles ok ist? Mir war mulmig zu Mute. Hatte er was Falsches gesagt? War etwas passiert? Weitere Minuten vergingen als er endlich wieder kam. Erleichterung!

 

Zu früh gefreut

Auf der Polizeistation hatte man auch nicht so recht gewusst wie helfen.  Mit zwei Nummern in der Hand kam Rolf zurück. Mit der ersten, mir aus Deutschland bekannten, kamen wir nicht weit. Keiner nahm ab. Wir versuchten es mit der anderen und siehe da, gleich beim ersten Mal erreichten wir jemand! Die Dame konnte uns jedoch nicht weiterhelfen. Sie leitete uns freundlich an ihre Kollegin weiter. Diese wiederum erklärte, dass sie nichts machen könne und wir es auf einer anderen Nummer versuchen sollen. Sie gab uns eine Nummer.... Drei Mal dürft ihr raten welche das war! Die, die wir bereits in der Hand hielten!!!

 

Suite anstatt einem Campground?

Nervlich am Ende und frustriert beschlossen wir aufzugeben. Mittlerweile war es 17 Uhr! Wir wollten nur noch entspannen und der Sturm schaukelte das Wohnmobil immer schwungvoller hin und her. Glücklicherweise war uns die Gegend von unserer ersten Reise noch bekannt, ein Mc Donalds nicht weit. Bei Pommes, Milchshake und HotSpot buchten wir ein Apartment im nahegelegenen Somerset Wes. Zweistöckig, Küche, Regenwalddusche, ein warmes Bett - genau das was wir nun brauchten! Wir machten uns sogleich auf den Weg.

 

Erneut vor verschlossenem Tor

Als wir eine halbe Stunde später an der Unterkunft ankamen und klingelten passierte nichts. Dann kamen bellende Hunde angerannt. Rolf klingelte erneut. Nichts. Wir warteten und warteten und plötzlich sahen wir jemand. Wir klingelten erneut und das Tor öffnete sich. Noch bevor wir miteinander sprachen stellten wir gegenseitig fest: Deutsche!

Gemütliches Camping in Tweede Tol.
Gemütliches Camping in Tweede Tol.
Eine Suite mit Regenwalddusche anstatt einem Campingplatz.
Eine Suite mit Regenwalddusche anstatt einem Campingplatz.

Die Anspannung fiel sofort ab. Silke erklärte uns, dass jetzt keine Buchung vorliege und sie echt überrascht sei über unser Eintreffen. Aber wir waren sofort herzlich willkommen! Noch während wir unsere Koffer in unser Apartment trugen begann es zu regnen. Kaum drinnen zog das Unwetter über uns herein. Was ein Glück jetzt nicht auf dem Campingplatz, sondern unter einer warmen Dusche zu stehen!

Mehr zu "Kind im Gepäck" in den sozialen Medien findet Ihr hier:

Übernächsten Mittwoch, 09. August, lest Ihr von mamasdaily eine Urlaubsgeschichte mit kleinen und großen Pannen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Ria (Montag, 31 Juli 2017 21:20)

    Oh man, was für eine aufreibende Geschichte. Aber am Ende gibt es immer ein Happy End :-)

  • #2

    Kind im Gepäck (Montag, 31 Juli 2017 23:24)

    Liebe Ria,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Ja, zum Glück ein wahres Happy End!
    VG

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