Pleiten, Pech und Pannen in Panama

der Flieger ist (fast) Weg

Heute erzählen worldonabudget...

Marie und Chris erkundeten bis zum Jahresanfang neun Monate die Welt - genauer gesagt Zentral- und Südamerika. Als Studentin und Berufsanfänger natürlich so kostengünstig wie möglich. Darüber berichten die beiden auf World on a Budget. In 278 Tagen benötigen die beiden 10.431,91 € pro Person.

 

Mit einem Land, das sich zudem noch als sehr kostenintensiv herausstellte, wurden die beiden auf ihrer Reise einfach nicht warm: Panama. Als es also höchste Zeit, das Land zu verlassen, machte zunächst die Airline den beiden einen Strich durch die Rechnung. Was passiert war könnt Ihr hier nachlesen. Doch das war noch lange nicht alles...

und am Panamakanal.
und am Panamakanal.

Der Flughafen am Ende der Welt.

Vielleicht kennt ihr ja den Flughafen Düsseldorf-Weeze?! Der hat mit der Stadt Düsseldorf ungefähr so viel gemeinsam, wie der Flughafen Panama Pacifico mit Panama-City. Nämlich eine ziemlich weite Anreise.

 

Da die Flüge um den Jahreswechsel fast komplett ausgebucht waren und wir endlich nach Kolumbien wollten, blieb uns keine andere Wahl, als diesen Flughafen zu nehmen, der früher ein Militärflughafen der Air Force war und erst seit 2014 in zivilen Betrieb ist. Erwähnenswert ist noch, dass wir noch nie so einen kleinen Flughafen genutzt haben, an dem täglich gerade einmal zwei Maschinen landen und im Anschluss wieder starten.

Nichts für Spätaufsteher!

Da der Flieger zur unchristlichen Zeit von 07:45 Uhr ging und die oben erwähnte Anreise etwas Zeit in Anspruch nimmt, hatten wir uns bereits am Vortag ein Taxi reserviert, das uns pünktlich um 05:30 Uhr am Terminal absetzte. Weite Wege sind hier Fehlanzeige und so hatten wir unser Gepäck knappe 15 Minuten später bereits eingecheckt und konnten es uns noch im Wartebereich etwas gemütlich machen. Als dann gegen 06:15 Uhr die Migration öffnete und sich die erste Schlange bildete, beschlossen wir, dass wir etwas mit dem Anstellen warten, damit wir später einfach durch marschieren können.

Die Skyline von Panama.
Die Skyline von Panama.

Das Unheil nahm seinen Lauf

Wir verbrachten also die folgende Zeit mit Lesen und Kaffee trinken und so gegen 06:45 Uhr dämmerte uns erst, dass die Schlange immer länger wurde. Höchste Zeit also, dass wir uns doch auch mal anstellen!

 

Fortan begann ein Psychospielchen, das wir so keinem wünschen würden. Durch die Größe des Flughafens war der Flieger immer vor unserer Nase und wir sahen auch schon die ersten Leute beim Einsteigen. Doch diese augenscheinlich kurze Distanz war durch die lange Schlange und die Migration, für uns leider irgendwie unüberbrückbar. Werden wir es jemals in den Flieger schaffen?

 

Immerhin: vor und nach uns die gleichen nervösen Gesichter, denn fast jeder in der Schlange wollte noch ins Flugzeug. Die Migrationsbeamten aber lies das keinesfalls hektisch werden. Stattdessen wurden mit einer stoischen Ruhe die Ausweise geprüft und Zeit für eine Kaffeepause hatten die Beamten auch noch zwischendurch!

 

Wir blickten immer wieder abwechselnd auf die Uhr und den Flieger, der eigentlich jeden Moment losrollen konnte. Als die Uhr dann 07:45 Uhr anzeigte und immer noch geschätzt 20 Leute vor uns warteten, stellten wir uns schon auf das Schlimmste ein.

Die Wende

Plötzlich tauchte ein Mitarbeiter der Airline mit einer Passagierliste auf und versicherte, dass bis zu einem gewissen Punkt in der Schlange (der glücklicherweise hinter uns lag!) alle Wartenden mitfliegen werden. Boah waren wir erleichtert! Gegen 08:15 Uhr saßen wir dann tatsächlich auch endlich im Flugzeug, das sich dann kurz darauf in Richtung Kolumbien verabschiedete.

 

Nach knappen zwei Stunden Flugzeit ließen wir nicht nur einen ganzen Teilkontinent, sondern auch einen Großteil unserer Nerven in Panama zurück. Belohnt wurden wir aber mit unserer Ankunft in einem unglaublich vielseitigem Land mit herzlichen und lebensfrohen Einwohnern.

Mehr zu "World on a Budget" in den sozialen Medien findet Ihr hier:

Nächsten Mittwoch, 12. Juli, lest Ihr von hikelust eine nervenaufreibende Blaulicht-Geschichte aus den USA.

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