An der Küste zurück nach Somerset West

Das Campingplatz-Problem

 

Unsere letzte Nacht wollen wir auf einem Campingplatz zwischen Betty´s Bay und Gordons Bay an der Küste verbringen. Es ist brutal stürmisch und der Camper wackelt im Wind. Dunkle Wolken ziehen auf und scheinen unser Unglück bereits anzukündigen. Denn am Campingplatz angekommen stehen wir ein weiteres Mal vor verschlossenen Toren. Nach einigen Minuten kommt zwar ganz gemächlich ein Herr angelaufen, doch das Tor bleibt verschlossen. Er redet auf uns ein, aber wir verstehen kein Wort. Wir versuchen ihm klarzumachen, dass wir hier gerne nächtigen würden. Dann haut er ab. Wir sind verwundert und warten. Tatsächlich kommt er ein paar Minuten später mit Verstärkung im Schlepptau. Die Dame kann bruchstückhaft English und möchte unsere Reservierung sehen. Wir haben keine. Es sei angemerkt, dass ich mehrmalig von Deutschland aus versucht hatte bei der angeblichen Campingplatz-Reservierung anzurufen und zu reservieren. Leider erfolglos. Auch auf meine Rückrufbitten auf dem Anrufbeantworter hatte nie jemand reagiert. Da der Campingplatz nahezu menschenleer ist, kann es aber doch kein Problem sein hier kurzfristig zu übernachten. Doch! Wir kommen definitiv nicht rein. Man schickt uns nach Gordons Bay um uns dort eine Reservierung zu holen. Ok, dann machen wir das eben einfach...

Noch guter Laune, aber schon vom Campingplatz-Problem überschattet...
Noch guter Laune, aber schon vom Campingplatz-Problem überschattet...

Keiner weiß was, keiner ist zuständig

Einfach ist gut... In Gordons Bay angekommen machen wir uns auf die Suche nach dem Rathaus, einer City Hall oder ähnlichem. Das tut sich jedoch das nächste Problem auf. Im Zentrum ist nichts dergleichen zu finden. Helfen kann uns auch niemand. Denn irgendwie treffen wir nur auf Touristen die verständlicherweise keine Ahnung haben. Schon fast entschlossen weiterzufahren werden wir endlich fündig.  Es ist zwar nicht das Rathaus aber eine Art Polizeistation. Perfekt, die müssen ja eine Ahnung haben. Auch hier:  verschlossene Türen. Rolf klingelt und wartet und klingelt und winkt und klingelt... Und irgendwann öffnet sich die Tür und er verschwindet im kleinen Gebäude. 

Mit der Zeit werde ich ehrlich gesagt schon etwas unruhig, denn so lang kann eine Reservierung nicht dauern. Dann kommt er wieder, mit überraschenden neuen Erkenntnissen: Drinnen konnte ihm niemand sagen wie das wirklich mit der Campingplatz-Reservierung funktioniert. Nach mehreren Telefonaten wurden jedoch zwei Telefonnummern ausgemacht bei denen wir anrufen sollen. So wählt sich Rolf die Finger wund, während Samu, langsam etwas unruhig, das Spiel verfolgt. Tatsächlich bekommen wir irgendwann jemand an den Hörer. Doch die Person teilt uns mit, dass sie nicht zuständig sei. Sie würde uns verbinden. Aber auch die nächste Person am Hörer hat natürlich nichts mit dem Campingplatz zu tun. Sie gibt uns eine weitere Nummer bei der wir anrufen sollen. Doch weder auf dieser Nummer noch auf der anderen erreichen wir jemals jemand.

Zwischenzeitlich sind knapp 2 Stunden und auch die Vorfreude auf den Campingplatz vergangen. Die Wolken werden immer dicker und dunkler, das Wohnmobil wackelt immer stärker. Wir haben nun definitiv keine Lust mehr auf Camping. Wir beschließen uns eine Unterkunft für die Nacht zu buchen. 

Dann eben: Africa Suite

 

Die Suche nach einer Unterkunft für die Nacht verläuft deutlich schneller und unproblematischer. Noch einmal nächtigen wir in Somerset West. Bei der Ankunft am Grundstück des Southern Cross Guesthouse stehen wir dann zwar ein letztes Mal vor verschlossenem Tor, doch nach einigen Minuten öffnet uns eine ziemlich verwunderte Frau. Irritiert heißt Claudia uns willkommen. Eine Reservierung hat sie nicht, aber das hindert sie glücklicherweise nicht uns Unterschlupft zu gewähren. Letztendlich waren wir einfach schneller als das Buchungsportal. Kein Problem für Claudia. Wir werden schnell und unkompliziert in unser gebuchtes Appartement, der Africa Suite, geführt.  Es ist wunderbar - schaut selbst.

Muss ich erwähnen, dass kurz nachdem wir Hab und Gut in die Wohnung verfrachtet hatten es megamäßig zu schütten anfing und vor dem nächsten Morgen auch nicht mehr aufhörte?! Unter der warmen Dusche und im kuschlig weichen Bett waren wir mehr als froh, dass das mit dem Campingplatz nicht klappen wollte...

 

Übernachtungs-Tipp:

Das Southern Cross von Claudia und Marc Haufschild liegt sehr ruhig in einer Sackgasse. Es gibt 4 Zimmer und 4 Suiten, einen kleinen Außenpool mit Sonnendeck und einem Lounge-Bereich. Aufgrund des Regens konnten wir das alles nicht nutzen. Aber es sah sehr nett und gemütlich aus.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Chris (Sonntag, 27 November 2016 03:30)

    Oh man, manchmal ist es echt zum Mäuse melken... :D Was war denn letztlich das Problem, also warum durftet ihr nicht ohne Reservierung auf den (leeren) Campingplatz?

    Dafür sieht die Suite aber traumhaft aus :) Da waren wohl höhere Mächte am Werk, die euch was Gutes wollten ;)

    Liebe Grüße aus Panama
    Chris

  • #2

    Kind im Gepäck (Sonntag, 27 November 2016 14:44)

    Oh, das kann ich leider nicht sagen. Wir wissen es nicht. Irgendwie waren die Campingplatz-Verantwortlichen ja trotz drei Telefonnummern nicht aufzutreiben.... Und außer Telefonnummer gab es von niemand Infos. Ich hatte schon vorab gelesen, dass es da wohl schwer ist je jemand ans Telefon zu bekommen - aber so schwer?!?!?

    Egal - wie du sagst, die Suite von Claudia und Marc war definitiv die genialere Wahl, zumal es die ganze Nacht stürmte und regnete. Und das Bett war himmlisch!

    Liebe Grüße nach Panama!

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