Fliegen mit Baby?!

8 Fragen - 8 Antworten!

1. Ab welchem Alter dürfen Babys fliegen?

Theoretisch darf jedes Baby nach der ersten Lebenswoche an Bord eines Flugzeuges. Dies ist jedoch nicht einheitlich geregelt und von der Fluggesellschaft abhängig. Am besten also direkt bei der jeweiligen Fluggesellschaft anfragen. 

Die Frage ist aber eher: ab wann traut man sich zu mit dem kleinen Baby in den Flieger zu steigen?

Tipp: Wir raten, dass man sich bei der Sache wohlfühlen sollte. Wer aufgeregt und unentspannt ist verunsichert sehr wahrscheinlich auch das Baby. Daher muss jeder selbst wissen, wann er reif dafür ist mit Baby in den Flieger zu steigen. Eines sollte aber - unabhängig vom Alter beachtet werden: der Säugling/das Baby sollte gesund sein (vor allem keine Atemwegserkrankungen oder Probleme mit den Ohren haben).

 

2. Geht ein Langstreckenflug mit Baby?

Ja! Aber auch hier gilt - nur wenn man sich selbst wohl dabei fühlt. Babys schlafen am Anfang noch sehr viel und überall, von daher wird das Baby sehr wahrscheinlich auch im Flieger schlafen (Garantien gibt es nicht). Je jünger und je mehr das Baby schläft umso einfach ist es prinzipiell mit ihm zu fliegen. Einen Langstreckenflug in der ersten paar Wochen würde ich nicht empfehlen, da man meist selbst noch nicht routiniert ist im Umgang mit dem Baby. Aber wer es sich zutraut - wieso nicht?!

Info: Unser Baby war 5 Monate als wir mit ihm in den Flieger nach Houston gestiegen sind. Kein Problem. Er hat die meiste Zeit geschlafen. Seinen zweiten Langstreckenflug hat er mit 12 Monaten angetreten und ebenfalls problemlos und entspannt überstanden.

 

3. Darf Babynahrung/Milch in den Flieger?

Natürlich! Abgepumpte Muttermilch im Fläschchen, Milchpulver, Baby-Gläschen - das alles darf mit an Board eines Flugzeuges. Nehmt es bei der Sicherheitskontrolle aber aus dem Handgepäck, damit es keine Verwirrungen gibt. Die 100ml Begrenzung gilt natürlich nicht. Doch es sollte nur so viel mitgenommen werden wie auf dem Flug in etwa verbraucht wird.

Info: Bei Langstreckenflügen gibt es an Bord der Flugzeuge auch Babynahrung. Darauf verlassen ich mich jedoch nicht. Oftmals haben sie, wenn überhaupt, nur für ein bestimmtes Alter etwas an Bord und natürlich eine geringe Anzahl. Ansonsten gilt auch hier: vorher mit der entsprechenden Fluggesellschaft abklären.

 

4. Kann der Kinderwagen mit bis zum Flieger?

Ja! Den Kinderwagen oder auch eventuell andere nützliche größere Gegenstände - wir hatten bspw. mal eine Wippe dabei - durften direkt bis zum Flieger mitgenommen werden. Der Kinderwagen muss nicht beim Check-in, wie der Rest des Gepäcks, aufgegeben werden. Das Baby kann also bis kurz vor den Flieger gefahren werden. Erst direkt am Eingang zum Flieger müssen die Gegenstände abgegeben werden.

Info: Beim Aussteigen erhält man dann den Kinderwagen entweder direkt am Flieger oder am Gepäckband zurück. 

Tipp: Kurz vor dem Aussteigen am besten einen Flugbegleiter fragen, die wissen meist wo der Gegenstand abgeholt werden kann.

 

5. Wo sitzt/liegt das Baby an Bord des Flugzeuges?

Auf dem Schoss eines Erwachsenen. Jedenfalls bei einem Kurzstreckenflug. Kinder unter 2 Jahren benötigen nämlich keinen eigenen Sitzplatz bzw. haben genauer gesagt kein Recht auf einen Sitzplatz. Im Vorfeld eines Langstreckenflugs kann jedoch ein Babybettchen/Bassinet bei der Fluggesellschaft angefragt/reserviert werden. So bekommt man die Reihe - meist die erste - in der das Bettchen/Bassinet eingehängt werden kann. Die Größe und Tragfähigkeit dieser praktischen Schlafgelegenheiten für Babys an Bord des Flugzeugs unterscheiden sich je nach Airline. Die Bassinets bei Lufthansa sind mit einer Tragfähigkeit bis 14 Kilogramm und Körpergröße bis 83cm die Größten.

Info: Es kann aber natürlich auch ein separater Sitzplatz für das Baby gebucht werden (dafür direkt die Airline kontaktieren). Auf dem Sitzplatz sitzt das Baby natürlich nicht so, sondern in einen flugtauglichen Kindersitz. Diese Variante ist definitiv die Sicherere, aber auch teurer, denn das Baby fliegt dann nicht zum Babypreis, sondern zum Kinderpreis.

Die Entscheidung ob das Baby auf eigenem Sitzplatz im Kindersitz oder auf dem Schoß fliegt muss jeder für sich treffen.

 

6. Wie macht ein Baby den Druckausgleich?

Das Baby kann keinen bewussten Druckausgleich machen. Daher raten Ärzte und Flugbegleiterinnen dem Baby während Starts und Landung etwas zu trinken zu geben. Auch der Schnuller geht, denn dadurch wird das Baby ebenfalls zum Schlucken gezwungen. Und dadurch erfolgt dann der Druckausgleich beim Baby.

Info: Wenn Babys kein Fläschchen wollen oder keinen Schnuller mögen so ist dies dennoch kein Problem. Vielen Babys macht der Druckausgleich überhaupt nichts aus. Unser Sohn hatte mehrmals keine Lust auf die Brust oder den Schnuller. Und es passierte - nichts.

 

7. Wie steht es um Baby´s Sicherheit an Bord

Die Sicherheit von Babys an Bord eines Flugzeuges ist ein sehr umstrittenes Thema. In Europa muss das Baby bei Start und Landung, beziehungsweise immer wenn "Fasten seat belts" erscheint, mit einem so genannten Loop-Belt (Schlaufengurt) auf dem Schoß eines Erwachsenen gesichert werden. Dadurch soll verhindert werden, dass das Baby bei Turbulenzen durch das Flugzeug geschleudert wird. Experten warnen jedoch, dass das Baby wiederum bei einer Vollbremsung oder beim Durchstarten durch den Oberköper des Erwachsenen zerquetscht werden könnte beziehungsweise der Gurt beim Baby zu inneren Verletzungen führt. 

 

In den USA sind Loop Belts beispielweise verboten. Das Baby wird hier überhaupt nicht gesichert, nur durch die Hände des Erwachsenen.

 

Sicher geht man nur, wenn man mit einer geeigneten, zugelassenen Babyschale fliegt. Allerdings erlauben einige Fluggesellschaften nicht, das Baby bei Start und Landung in der Schale zu haben, sprich genau zu den gefährlichen Zeitpunkten muss es wieder mit Loop-Belt gesichert werden.

 

8. Was mache ich wenn das Baby schreit?

Bleibt cool! Ja mehr ihr euch selbst vom schreienden Baby verunsichern lasst umso unsicherer wird das Baby und schreit noch mehr. Versucht entspannt zu bleiben und es wie zu Hause auch zu beruhigen. Geht hierfür am besten an einen ruhigen Ort im Flieger, sprich beispielsweise ganz nach hinten. Oft sind hier eh ein paar Plätze frei und man "belästigt" dort auch weniger Mitreisende. Versucht das Baby abzulenken, zeigt ihm etwas wiegt es sanft hin und her. Macht alles mögliche, brecht nur nicht selbst gleich in Panik aus!


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