Grand Teton Nationalpark

Elch-Alarm! Mama "vergisst" Baby Samu

 

Den Grand Teton Nationalpark durchqueren wir mit mehreren Fotostopps. Leider. Hätten wir gewusst welch schöne Landschaft - und dazu noch ein toller "Indian Summer" - sich uns hier bietet, hätten wir etwas anders geplant. So ist es halt. Immerhin läuft die Fahrt relaxt ab.

 

Am Nachmittag, gegen 16:30 Uhr, also nicht wirklich spät, erreichen wir den bereits außerhalb des Parks liegenden Campingplatz Gros Ventre. Laut aller von uns gesammelten Informationen bekommt man hier so gut wie immer einen Platz. Eigentlich. Denn als wir ankommen, sind die Stellplätze für große RV´s schon belegt. Dank strahlendem, super gelauntem Baby Samu bekommen wir aber dennoch einen der letzten freien Plätze. Einen Platz  für einen kleineren RV, auf den wir aber draufpassen. Zudem sei der Platz toll gelegen und einfach perfekt für uns und unser freundliches Baby - so die Damen und Herren beim Check-In. Puh, Glück gehabt! Und wieder etwas gelernt. Gut gelaunte süße Babys können auf Reisen wirklich Gold Wert sein!

Bevor wir zu Abend essen drehen wir noch eine Runde über den Platz. Es soll hier auf dem Platz ein perfekter Ort sein um Elche zu beobachten. Elche! Super! Denn genau die wollte ich unbedingt noch vor die Linse bekommen.

 

Beim Weg zurück zum Camper sehe ich ein paar Leute im Dickicht stehen. Mit Kinderwagen ist dorthin allerdings kein Durchkommen. Wir einigen uns. Mein Mann spaziert mit Baby Samu zurück und ich ins Dickicht. Dort stehen wartende Menschen mit riesigen Fotoapparaten auf Stativen. Ich stell mich dazu - sehe aber nichts. Hm. Ich versuche eine Blickrichtung einzufangen, doch da ist einfach nur Gebüsch. Eine Dame erklärt mir was da wo zu sehen ist. Hm. Nichts. Erst als ich durch ihre Kamera blicke sehe ich tatsächlich etwas. Ein Ohr. Ein Ohr von einer Elchkuh! Und der Elchbulle liegt wohl irgendwo dahinter...

 

Warten ist angesagt. Einige stehen wohl schon seit Stunden... Auch ich warte und warte und warte. Es vergehen 15, 20, 30, 45 Minuten. Ich hoffe dass mein Mann mich nicht vermisst meldet. Und dann, gerade also ich schon denke ich müsste ohne Bild zurückgehen steht die Elchkuh auf. Die Fotoapparate klicken um die Wette - zum Glück sind keine Asiaten da ;-) Als die ersten Bilder im Kasten sind beruhigt sich die Szene wieder. Allerdings: wenn sie steht, dann wird er auch bald aufstehen - so die Meinung der Fotografen. Hm. Dann muss ich warten. Obwohl eigentlich ist gleich Essenszeit für den Kleinen...

 

Weitere 20 Minuten vergehen. Ich bekomme ein schlechtes Gewissen und bete den Elch an aufzustehen. Und siehe da, das Geweih erhebt sich und das Fotoapparat-Gewitter setzt wieder ein! Klickklickklick... Ich fotografiere und staune - ein riesen Tier. Wow! Ich vergesse komplett die Zeit! Erst nach einiger Zeit blicke ich auf die Uhr und stelle fest dass weitere 30 Minuten vergangen sind. Uuuuiiihhh!!! Schnell mache mich auf den Rückweg. 

 

Mein Mann freut sich mich lebend zu sehen, aber nur die ersten Sekunden. Danach schüttelt er einfach nur den Kopf. Doch keine Angst, unser Sohn musste nicht hungern. Als ob es Baby Samu gewusst hätte, er hat während meiner Abwesenheit - eigentlich ganz üblich - brav geschlafen und war erst kurz vor der Rückkehr aufgewacht.  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Unsere Blogartikel erscheinen bei:

Deine Plattform für Reiseinspiration

FamilyBlogs by windeln.de

TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste