Im Yellowstone Nationalpark -Tag 1

Die Campingplatzsuche geht weiter und weiter

 

Wieder kommen Bisons und mein Mann heizt wieder vorbei. So schnell könne er mit dem Gefährt nicht bremsen. Blablabla. Es ist ja nicht so, dass man die rießen Tiere nicht von Weitem sieht.... Der Kleine beginnt auch wieder zu meckern. Ich weigere mich, mich nach hinten zu verkrümeln. Ich will Bisons fotografieren. Der Kleine quengelt. "Das werden nicht die letzten Bisons hier sein", entgegnet mein Mann. Ist mir egal, ich möchte endlich mal so ein Vieh in Ruhe ansehen. Der Kleine quengelt weiter. Ich quengele... Mein Mann kann plötzlich doch bremsen ;-)

Gegen 16 Uhr erreichen wir Mammoth Hot Springs und entdecken sogleich ein FULL für den Campingplatz. Ochnee, der wird doch nicht?!? Doch er ist! FULL! Im Visitor Center werden wir mit der nackten, schlimmen, unausweichlichen Tatsache, konfrontiert: der Campingplatz ist VOLL, wie alle anderen auch.

 

Auf den Schock setzen wir uns. Was die Situation nicht besser macht, aber auch nicht noch schlechter. Der Kleine ist immerhin guter Laune. Weiß er ja nicht wie genervt seine Eltern gerade sind. Der Mann surft auf facebook, was die Mutter noch verärgerter macht. Doch er bleibt gelassen: "Viele Möglichkeiten bleiben uns ja nicht." Ha, das stimmt! Entweder in den Süden des Parks fahren, da ist (noch) was frei oder raus aus dem Park und dort einen Platz oder ein Hotel suchen. Mehrere Stunden in den Süden fahre ich bestimmt nicht.... 

 

Wir befinden und noch einige Zeit in einer Art Schockstarre und so ist es bereits weit nach 17 Uhr als wir den Yellowstone Nationalpark verlassen und Gardiner erreichen. Den Eagle Creek Campground haben wir uns rausgesucht und hoffen dort einen Platz zu finden. 

 

Aber er sieht sehr voll aus. Wir fahren langsam durch die Reihen - nichts. Eigentlich unsinnig, aber dennoch entscheiden wir uns für eine zweite Runde. Mein Gesicht spricht wohl Bände, denn plötzlich kommt ein Mann an unseren Camper und bietet uns - in nicht perfektem Englisch - an, dass wir neben ihren Camper stehen können. Rums! Ein Stein fällt uns vom Herzen. Sehr gerne!

 

Kurz darauf stellt sich heraus unsere Nachbarn sind Deutsche. Sie kommen aus dem Ruhrpott und sind von Seattle über Bozeman hier hergefahren. Ein weiterer Nachbar ist Bob. Bob ist Mormone und mit Ehefrau und Schwiegermutter unterwegs. Unser Kleiner mittendrin.  Wir sitzen alle zusammen, trinken Bier - außer Bob, denn als Mormone darf er das nicht -  und erzählen uns tolle, lustige und spannende Reise-Geschichten. Ein wunderbarer Abend. That´s America!

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