Von Denver in den Rocky Mountain Nationalpark - Teil 3

Samu will nicht mehr

 

Von Boulder aus werden die Straßen im leerer. Es wird dunkler und dunkler und immer einsamer hier draußen. Der Großraum Denver liegt nun endgültig hinter uns. Als wir die Ortschaft Lyons passieren weiß ich, dass es endlich wirklich nicht mehr allzu weit sein kann. Doch nun müssen wir steil den Berg hinauf und der 5 Tonner schnauft schwer. Sehr schwer. Er keucht und wir kommen nicht schnell voran. 

 

Natürlich etwas unpassend erwacht unser Kleiner. Er will partout nicht mehr im Autositz bleiben - was mir mehr als verständlich erscheint - aber jetzt äußerst ungünstig ist. Wir halten an. Überlegen. Doch wirklich viele Möglichkeiten blieben uns an diesem Ort, am Berg, im Dunkeln um diese Zeit einfach nicht.

Ich entscheide mich nach hinten zu sitzen und den Zwerg auf meine Brust zu legen. Den Gurt lege ich - sicherheitshalber (hahaha) - um uns beide. So geht´s weiter! Wir nehmen´s locker, anders ist das jetzt auch nicht zu meistern. Und es lassen sich ja auch schnell noch weitere Ausreden finden, wie "Auf der Straße ist eh nichts mehr los.,  "Es ist nur eine Ausnahme", oder "Früher sind auch alle so gefahren".  

 

Aber so schläft Baby Samu tatsächlich wieder ein und wir kommen unserem Ziel erfreulicherweise immer näher. Dieses Mal navigiere ich uns zielsicher zu unserem Campingplatz. Nicht ganz so zielsicher dann allerdings auf unseren Platz - einen Pull-back (sprich: hier muss man rückwärts einparken). Ich übersehe beim Einwinken ein Steinchen in der Dunkelheit.... Glücklicherweise machte es dem Camper nichts aus.

 

Es ist unvorstellbar. Mittlerweile ist es schon weit nach 22 Uhr. Mit einer Ankunft um etwa 18 Uhr hatten wir spätestens gerechnet. Nunja, knapp verfehlt...  Wir legen den Kleinen schlafen und spazieren noch schnell zum nicht weit entfernten Plumpsklo. In Eiseskälte, aber unter tollem Sternenhimmel trinken wir noch ein Budweiser (das muss sein), genießen die Ruhe und dann geht´s ab in die Kiste.

Unser Schlafgemach für 15 Nächte im RV 30 von Cruise America
Unser Schlafgemach für 15 Nächte im RV 30 von Cruise America

Mitten in der Nacht wachen wir auf. Es ist a....kalt. Mein Mann macht die Heizung an, doch wir sind uns nicht sicher wie lang die Batterie durchhält. Nachdem aufgeheizt wurde schaltet mein Mann wieder aus.... und es wird bald wieder eisig. Baby Samu hat´s immerhin kuschlig warm. Wir frieren.

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